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Montag, Juli 11, 2022

Solarleuchte mit Mangel

Neulich habe ich mir im Detailhandel eine Solarlampe gekauft. Diese hat einen Tragegriff, an dem man sie theoretisch auch aufhängen könnte.

Der Haken daran ist jedoch, dass der ca. 3 cm breite Tragegriff das kleine Solarpanel zu etwa einem Drittel überdeckt und sich werkseitig nicht zum abdrehen bestimmt ist, weil er angeschraubt ist. Auf diesen Umstand habe ich noch im Laden hingewiesen. Zwei Angestellte waren darüber zwar erstaunt, meinten aber das werde sicher trotzdem funktionieren.

Im Produkthinweis - den man erst lesen kann, wenn man ihn vom Tragegriff entfernt hat - ist geschrieben, dass man die Solarleuchte vor der ersten Inbetriebnahme im direkten Sonnenlicht aufladen soll, indem man sie auf die Sonne ausrichtet. Aber genau das geht eben nur ansatzweise. Die Leuchte kann man entweder aufstellen oder seitlich hinlegen, sofern man nichts Geeignetes hat, um sie schräg anstellenen zu können. Letzteres ist aber auch nicht einfach, da weil Lampe unten leicht abgerundet ist. 😕

Ich habe mich deshalb dazu entschieden, den Tragegriff gewaltsam zu drehen im Wissen darum, dass ich wohl keinen Ersatzanspruch hätte im Fall, dass sie gar nicht funktioniert. Dadurch ist zwar das Kunsstoffmaterial kaputt gegangen und das Gehäuse ist sicher nicht mehr wasserdicht - sofern es das denn vorher war. Immerhin kann ich jetzt aber die Lampe so auf einem Tisch "hinstellen", dass sie tatsächlich einigermasse auf die Sonne ausgerichtet werden kann, ohne dass ich einen zusätzlichen Gegenstand dafür brauche. 

Welcher hochstudierte Mensch sich diese Konstruktion ausgedacht haben mag, weiss ich nicht. Jedenfalls hat er sich offenbar nicht viel dabei überlegt.

Funktionieren tut die Lampe übrigens; sie gibt Licht ab, wenn auch erst bei recht starker Dunkelheit und ist nicht ganz so hell, wie ich gehofft hatte. Ein Buch daneben zu lesen, würde auf dauer zu anstrengend, für einen kurzen Zeitungsartikel - oder die Kurzanleitung einer neuen Solarlampe 😉 - reicht es aber aus.

Donnerstag, Juni 30, 2022

Hybridfahrzeuge

Dies ist ein indirekter Nachtrag zu meinem Post "Elektro-/Hybridauto".

Im Zusammenhang mit Vorabklärungen zu einem allfälligen neuen Auto, habe ich etwas gelernt, was mir zuvor gar nicht bewusst war; nämlich, dass der Akku eines Hybrid-Fahrzeugs gar nicht über eine Steckdose aufgeladen werdn kann, sondern dass diese Fahrzeuge "ihre elektrische Energie während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor produzieren". Diese Tatsache war mir wirklich neu und stellt meiner Meinung einerseits den Zweck in Frage, erleichtert andererseits jedoch die alltägliche Benützung des Fahrzeugs. Zuvor dachte ich immer, man könne und müsse bewusst zwischen Elektro- und Treibstoffverbrauch wählen. Da dem nicht so ist, muss der Fahrer oder die Fahrerin nur eine der Energiequellen, eben den Treibstoff, aktiv im Auge behalten und entsprechend nur diesen selbst auffüllen. Insofern erübrigt sich auch die Suche nach Elektroladestationen während der Fahrt, was ein entscheidender Vorteil sein kann.

Ob man nun insgesamt ein Hybridfahrzeug als schlechten Kompromiss oder als sinnvolle Kombination erachtet, ist ein anderes Thema. Es ist jedoch klar, dass ein Hybridfahrzeug - zumindest derzeit - die bessere Wahl für mich wäre als ein vollelektrisches Fahrzeug. (Die Hausverwaltung hat mich bis jetzt noch nicht kontaktiert wegen meiner Anfrage für einen Ladeanschluss in der Einstellhalle.



Nachtrag:
Die obige Information ist doch nicht ganz richtig - es gibt schliesslich auch die sogenannten "Plugin-Hybridfahrzeuge". Offenbar gibt es aber keine übereinstimmende Definition, was eigentlich ein Hybridfahrzeug ist, sondern der Begriff muss im Einzelfall näher spezifiziert wird, da er in der Werbung für sehr verschiedene Varianten genutzt wird.

Mittwoch, Juni 01, 2022

Autokauf oder Verzicht darauf?

Ein paar Anmerkungen voraus

Berufshalber pendle ich wochentags mit dem Auto zwischen Wohnort und Arbeitsort.
- Ein beträchtlicher Teil der Strecke führt über ein vielbefahrenes Autobahnstück, wo es oft zu stockendem Verkehr oder Stau kommt. An sich würde ich germe mindestens teilweise darauf verzichten.
- Mit dem ÖV wäre ich pro Fahrt trotzdem länger unterwegs und am Arbeitsort kommen Vormittags nur gerade drei Bus-Verbindungen an, von denen die letzte knapp zu spät ist und die vorherige eine Stunde früher. Das ist somit keine lukrative Alternative.
- An manchen Tagen muss ich (kurzfristig) zu Kunden fahren. Die meisten Kunden sind zwar im näheren Umfeld des Arbeitsortes, allerdings an ganz unterschiedlichen Adressen und viele davon nicht zentral gelegen. Das macht die Nutzung des ÖV praktisch unmöglich.

Überlegungen für ein neues Auto

Aus zwei Hauptgründen überlege ich mir nun, ein neues Auto zu kaufen.
1. Mein jetziges Auto unterstützt die Verbindung zum Smartphone für die GPS-Navigation nicht. Für die gelegentlichen Kundentermine ist es einfacher und schneller, wenn ich die Navigation aufgrund des im Kalendereintrags eingetragenen Standortes starte, anstatt im Autonavigations-System die Standortdaten manuell eingeben zu müssen und auf die Berechnung der Route zu warten. Hier gilt ziemlich direkt die Devise "Zeit ist Geld". Ausserdem ist die Navigation mit Google Maps oftmals idealer punkto Echtzeitdaten als diejenige vom Auto. Ich bin sonst nicht begeistert von 'Big Data', in dem Zusammenhang ist es aber eindeutig ein Vorteil.
2. Einige der heute verfügbaren Features würden die Sicherheit im Verkehr erhöhen, namentlich der Spurhalteassistent und die Verkehrsschildererkennung mittels Head-Up-Display. Ein Vorteil wäre auch eine Rückfahrkamera.
3. Der derzeitige Benzinpreis ist ausserordentlich hoch und eine Reduktion ist (noch) nicht absehbar. Ein moderneres Auto ist je nach Modell sparsamer im Verbrauch. Leider trifft das auf die Fahrzeugmodelle mit der von mir gewünschten Ausstattung kaum zu, sofern ich mich nicht für ein Elektro- oder Hybridauto entscheide. Aber weder Zuhause (Mehrfamilienhaus) noch am Arbeitsort steht eine Ladedose zur Verfügung. Bei der Hausverwaltung habe ich nun für eine entsprechende Installation angefragt. Ob diese bewilligt wird, steht noch offen.

Überlegungen gegen ein neues Auto

1. Mein jetziges Auto wurde 2014 in Verkehr gesetzt. Es ist somit noch nicht sehr alt. Ich hatte es Anfangs 2017 als Vorführwagen mit etwas mehr als 45'000 Kilomenter gekauft. Der jetzige Kilometerstand ist mit knapp 100'000 Kilometern noch nicht übermässig hoch. Ich könnte es also damit rechnen, es noch ein paar Jahre ohne grössere Probleme nutzen zu können.
2. Die Bluemotion Technologie meines jetzigen Fahrzeugs hat den Vorteil, dass es der Bezinverbrauch eigentlich schon jetzt vertretbar ist. Im Vergleich zu anderen hat der höhere Benzinpreis keinen dramatischen Einfluss, wenngleich er doch deutlich spürbar ist.
3. Ein Neufahrzeug - mit wunschgemässer Ausstattung - oder ein maximal 3-jähriges Occasionfahrzeug kostet viel Geld. Selbst mit dem Rabatt durch den Eintausch (oder dank Weiterverkauf) des alten Autos entsteht ein beträchtlich Loch im Geldbeutel bzw auf dem Bankkonto. Ein Leasing kommt für mich übrigens nicht in Frage - damit fährt man immer schlechter, nicht zuletzt wegen der höheren Versicherungsprämie.

Schlussfolgerung/Fazit

Die Pro- und Kontra-Punkte halten sich etwa die Waage. Aus ökologischer Sicht ist ein Ersatz unsinnig. Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich ein Ersatz kaum. Aus technischer Sicht macht ein Ersatz sehr wohl Sinn.

Ich warte also mal, wie die Rückmeldung der Hausverwaltung zu einem Ladeanschluss ausfällt. Einen Entscheid werde ich frühestens im Anschluss daran fällen.