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Donnerstag, September 18, 2025

Finanzieller Engpass und neuer Job

Nachdem ich über ein Jahr auf Stellensuche war und Taggelder von der Arbeitslosenkasse erhielt, sind meine laufenden Bankkonti fast leer. Das fühlt sich echt 'beschissen' an. Man weiss, dass man sich eigentlich überhaupt nichts ausser dem alltäglichen leisten kann, und doch kommt man immer wieder in die Versuchung, gelegentlich etwas zu kaufen, was eigentlich das Budget überschreitet. Dies insbesondere dann, wenn man weiss, dass der Kauf ohnehin in absehbarer Zeit notwendig wird. Ausgaben wie die Verlängerung eines Abos oder die Jahresprämie einer Versicherung können einen auch arg in Schwierigkeiten führen, weil es sich dabei mitunter um nicht ganz kleine Beträge handeln kann. Dasselbe trifft auf medizinische Kosten zu.
Mittlerweile bin/war ich trotz Arbeitslosengeld nicht mehr weit davon entfernt, mich auf dem Sozialamt melden zu müssen.

Anfang Monat habe ich allerdings bei einer neuen Stelle angefangen und so wird die Situation Anfang nächsten Monat ein klein wenig besser aussehen und sich hoffentlich in den kommenden 2-3 Monaten weiter stabilisieren.

In der Vergangenheit war ich schon zweimal ähnlich lange auf Stellensuche und einmal wurde es auch ziemlich knapp, bevor ich eine neue Stelle antreten konnte. Damals hatte ich allerdings noch kein eigenes Auto, das ich finanzieren musste, sondern konnte im Gegensatz mein Abo des Öffentlichen Verkehrs aufgeben und erhielt pro rata temporis noch ein wenig Geld zurück. Mit einem Auto geht das natürlich nicht, ausser man verkauft es - und das wollte ich (noch) nicht machen. Jetzt bin ich froh darum, denn das Pendeln mit dem ÖV wäre recht mühsam, weil ich 4 mal umsteigen und am Morgen bereits um 6:05 an der Bushaltestelle sein müsste, um rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein, wobei es am Montag trotzdem knapp würde, weil dann jeweils eine kurze Teambesprechung vor dem offiziellen Arbeitsbeginn (Blockzeit) stattfindet. Insofern fahre ich doch lieber mit dem Auto hin.

Samstag, Juni 08, 2024

Symposium zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik

Vor einigen Tagen hatte ich einen Newsletter in meinem E-Mail Postfach erhalten, den ich zunächst aus zeitlichen gründen nicht weiter beachtete und deshalb ungelesen liess. Als ich ihn später genauer anschaute, zog ein Hinweis über das "ersten Schweizer Symposium zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik" meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich schaute mir die betreffende Webseite http://www.symposium-2024.ch an. Wenn dort drauf nicht Alt Bundesrat Ueli Maurer beim Video-Rückblick prominent als einer der Referenten gezeigt wäre, hätte ich der Seite vermutlich kaum Beachtung geschenkt. So nahm ich mir aber doch die Zeit, um diesen Video-Rückblick anzusehen. Im Anschluss daran suchte ich im Internet nach Informationen zum Symposium und fand im Wesentlichen einige der Presse-Artikel, die auch auf der Webseite selbst verlinkt sind. Denjenigen der NZZ las ich dann umgehend durch. Diejenigen vom Tagesanzeiger und Der Bund führte ich mir erst beim Schreiben dieses Blog-Eintrags zu Gemüte.

Nachdem ich den Artikel der NZZ gelesen hatte, war mein Interesse genügend geweckt, um einige der zu Youtube verlinkten Referate ganz oder zumindest mehrheitlich anzuschauen. Die medizinischen Ausführungen der zwei Professoren Paul Vogt und Konstantin Beck fand ich sehr interessant, obschon ich absolut nicht vom Fach bin und ich nicht alle Details verstanden habe. Das Referat von Ueli Maurer brachte nicht viel Neues, da das meiste davon bereits im NZZ-Artikel erwähnt war. Das Referat des Rechtsanwaltes Philippe Kruse erschien mir eigentlich nicht so kompliziert, wie es im Artikel von Der Bund erwähnt ist. Allerdings war es mir zu lang und mir fielen schliesslich wiederholt die Augen zu, da es schon spät war.

Das Fazit aus meiner persönlichen Sicht pflichtet der Aussage in Der Bund bei:
Die Veranstaltung war sehr einseitig. Personen, welche die Corona- und Impfpolitik stark befürwortet hatten und/oder es aus heutiger Sicht tun, waren am Symposium nicht präsent, nur die Gegner. Dass keine Jungen anwesend waren, erscheint mir angesichts des hohen Eintrittspreises verständlich. Zudem wurde wohl, ausser unter Gleichgesinnten, kaum auf das Symposium hingewiesen bzw. dafür Werbung gemacht.

Für die beabsichtigte Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik war dieses Symposium sicher ein guter Anfang. Ob es tatsächlich etwas zu bewegen vermag, wage ich aber in anbetracht der Umstände zu bezweifeln.

Randnotiz:
Im Eingangs erwähnten E-Mail Newsletter war als weiteren Punkt erwähnt, dass durch eine rechtliche Beschwerde ein im Internet einsehbarer "Pfarrer-Check" (noch) nicht entfernt werden musste. Die Tatsache, dass sich auf eine Anfrage vom Mai 2023 nur gerade 2 von 5'837 Pfarrer/-innen, Priestern, Lehrpersonen, Kirchenfunktionäre etc. zurückgemeldet hatten, wäre meiner Meinung allerdings Grund genug gewesen, dem durch Anzeige bezweckten Verbot des Pfarrer-Checks entgegenzukommen und die Plattform freiwillig - ohne jegliches Schuldeingeständnis - vom Netz zu nehmen. Was soll denn ein solcher Check bringen, wenn er nach einem Jahr de facto null Informationsgehalt bietet?! So was ist einfach nur lächerlich. Ich an deren Stelle hätte die Plattfom von Vornherein gar nicht freigeschaltet.
Vom Newsletter habe ich mich - mitunter deswegen - nun abgemeldet.

Donnerstag, August 03, 2023

Arbeitgeberwechsel

Die Firma, wo ich arbeite, wurde vor kurzem an einen neuen Besitzer übergeben. Der bisherige Chef arbeitet ab sofort nur noch auf Stundenbasis, wenn es nötig ist. Der neue Geschäftsführer wird nur 1-2 mal pro Woche anwesend sein. Diese Tatsachen verunsichern mich sehr, was die kommende Zukunft anbelangt.

Schon seit Anfang Jahr, wusste ich manchmal nicht, was ich gegenüber Kunden tun oder sagen sollte, wenn der Chef nachmittags abwesend war und ich nicht weiter wusste oder sie explizit ihn verlangten. Offiziell sollte ich so reagieren, als sei er unterwegs oder bei einem Kunden, was mir nicht sonderlich behagte, weil ich es gar nicht mag, anderen etwas vorzumachen. So ähnliche Situationen wird es vermutlich weiterhin geben.

Mit dem neuen Chef konnte ich bisher nur einmal persönlich sprechen. Das war an einem Abend nach Ende meiner offiziellen Arbeitszeit, als ich eigentlich schon hätte weg sein müssen für einen privaten Termin. Ich fühlte mich äusserst unwohl und innerlich gestresst, was eine gänzlich schlechte Voraussetzung dafür war.

Diese Firmenübergabe ist mir völlig unsympathisch. Offen gestanden wäre es mir im Grunde genommen lieber gewesen, wenn der Chef meiner Kollegin und mir gekündigt hätte und im gleichen Zug die Verträge zu den noch verbliebenen Firmenkunden hätte auslaufen lassen. Aber dazu ich hatte ich eben nichts zu sagen; und umgekehrt von mir aus künden ohne einen neuen Arbeitsvertrag zu haben, wollte ich auch nicht wegen den Konsequenzen, die es dadurch bei der folgenden Stellensuche nach sich gezogen hätte.

Ob sich meine persönlichen Ängste bewahrheiten werden, wird sich zeigen. Eines weiss ich aber mit Bestimmtheit: Ich werde mich in Zukunft noch weniger leicht als in der Vergangenheit krank melden und häufiger bei mangelnder Gesundheit zur Arbeit fahren wegen dem Wissen, dass sonst meine Kollegin alles alleine machen muss oder die nicht vor Ort befindlichen personen um Unterstützung bitten muss. 
Diese Selbsaufopferung wird mich aller Voraussicht nach psychisch sehr stark belasten wird, auch und gerade ausserhalb der Arbeitszeit. Wie lange das wohl gut gehen wird???

Donnerstag, Mai 11, 2023

Pro/Kontra Cloud-Speicher und Cloud-Dienste

Die heutigen Möglichkeiten sind superpraktisch. Ein paar Beispiele:
  • Man schreibt auf dem PC einen Text oder erstellt eine Präsentation, speichert diese in einem Cloud-Ordner und umgehend kann man die Datei auf einem Smartphone/Tablet abrufen, um sie bei einer Besprechung zur Hand zu haben.
  • Umgekehrt kann man die auf einer Reise oder in den Ferien geknipsten Fotos im Cloud-Ordner abspeichern und im nächsten Moment auf einem PC nachbearbeiten und/oder an andere Personen freigeben.
  • Ein Verkaufsleiter ist in einer Telefonkonferenz mit einem Kunden und zur Klärung einer Frage kann ein interner Arbeitskollege, der an einem anderen Standort tätig ist, mal eben hinzugezogen werden, damit der Kunde sofort die gewünschte Antwort erhält.
All das war vor 100 oder 200 Jahren undenkbar. Umso verständlicher ist es, dass solche Möglichkeiten von grossen Firmen rege genutzt werden.

Es gibt aber auch die dunklen Schattenseiten dieser tollen neuen Möglichkeiten. Heutzutage sind die Themen Sicherheit und Datenschutz deshalb in aller Munde. Es kommt seit Jahrzehnten immer wieder vor, dass Hacker in einzelne Server oder ganze Netzwerke eindringen und unerlaubt Daten entwenden, um anschliessend die Geschäftsleitung der betreffenden Firma zu erpressen und von dieser eine Geldzahlung fordern, um - wie sie sagen - negative Folgen zu vermeiden.
Ebenfalls seit Jahren sind Fishing-Mails im Umlauf, welche jeweils an zahlreiche Empfänger geschickt werden mit der Absicht, dass via einen Link oder einen Dateianhang eine Schadsoftware auf dem Computer installiert wird, über welche der Hacker Zugriff auf weitreichende Informationen erhält, die er wiederum entweder für eine Erpressung oder für andere Zwecke missbrauchen kann.

Wegen den möglichen negativen Auswirkungen gibt es immer wieder Leute, die der Meinung sind, dass keine Daten irgendwo in der Cloud gespeichert oder von irgendwelchen Dienstanbieter verarbeitet werden sollen.

Die Kommentare zu einem kürzlich verfassten Beitrag in Borns IT- und Windows-Blog zeigen diese Kontroverse deutlich auf:

Aus meiner Sicht ist es aber absolut illusorisch zu glauben, man könnte 'die Uhr zurückdrehen' und auf wieder sämtliche Cloud-Dienste verzichten. Aber es ist entscheidend, sich der möglichen Konsequenzen bewusst zu sein und alles zu versuchen, um allfälligen Schaden abzuwenden.

Freitag, Oktober 21, 2022

Angebot für Finanzierung eines potenziellen Eigenheims

Neulich hatte ich bei meiner Hausbank eine Anfrage für eine Hausfinanzierung eingereicht. Es ist zwar nicht so, dass ich ganz klar die Absicht habe oder hatte, demnächst ein Haus zu kaufen. Aber es interessierte mich einfach, wie hoch die maximale Hypothek wäre, welche mir die Bank anbieten könnte.

Gestern lag die Rückmeldung dazu im Briefkasten. Ich bin zwar nicht sonderlich überrascht über den angebotenen Betrag für eine Hypothek, hatte aber doch insgeheim gehofft, es würde mehr sein. Der Betrag reicht gerade mal für eine durschnittliche 3 1/2 oder eher unterdurchschnittliche 4 1/2 Wohnung. Keinesfalls könnte ich mir damit aber ein - wenn auch bescheidenes - Haus in halbwegs gutem Ausbaustandard leisten, es stünden lediglich einige sehr alte Häuser mit Sanierungsbedarf zur Auswahl.

Donnerstag, Juli 21, 2022

Autoleasing

Inzwischen habe ich mich für ein neues Auto entschieden. Zuerst wollte ich dieses kaufen gegen Bezahlung des vollen Kaufpreises mit Anrechnung des Wertes meines jetzigen Autos. Dann stellte ich fest, dass ich danach im wahrsten Sinne des Wortes pleite wäre. Zwar hätte mir meine Mutter finanziell aushelfen können. Der Gedanke daran, dass mein Bankkonto über einige Zeit stets auf tiefem Niveau wäre, machte mir jedoch zu schaffen. Zudem war kürzlich eine unplanmässige Bestellung von Computerzubehör nötig, weil das alte defekt ist. Eine Kreditkartenrechnung, die ich in meiner Ausgabenprognose noch nicht berücksichtigt hatte, hätte das erforderliche Darlehen für den Kauf des Autos entsprechend erhöht. Nicht zuletzt gab es ein Problem bezüglich eines Sparkontos bzw. dessen Karte für den Bargeldbezug. Ich wusste den PIN nicht mehr und musste nach dreimaliger Falscheingabe eine neue Karte beantragen. Bis zum Termin der Fahrzeugübergabe hätte zwar das Geld bestimmt beziehen können, aber die Situation machte mich unruhig.

Der Autohändler seinerseits tendierte von anbeginn an auf Leasing, er war sogar überrascht, als ich von Barkauf redete. Für mich ist schon klar, warum. Die Garage hat eine planungssichere Einnahme auf mehrere Jahre hinaus - Dienstleistungspaket vorausgesetzt - und kann zudem mit der regelmässigen Durchführung des Service rechnen, was im Hinblick auf die Angestellten ein Vorteil ist. Wenn man als Leasingnehmer zudem die Partner-Versicherung der Garage wählt, können sie zudem sicher noch von einer Provision profitieren. Es würde mich sehr interessieren, wie hoch diese ist.

Eigentlich hatte ich früher nie vor, ein Auto zu leasen. Allerdings sind die zusätzlichen Dienstleistungen, die mir im Rahmen des Leasings angeboten werden, nicht zu verachten. Insbesondere der in der höchsten Stufe angebotene Hol- und Bring-Service sowie ein kostenloses Ersatzfahrzeug während Wartungszeiten können für meinen aktuellen Job - in anbetracht des Arbeitswegs - einen entscheidenden Vorteil sein. Wenn bei meinem derzeitigen Auto der Service anstand bzw. einmal der Vorführtermin, musste ich entweder mit dem ÖV zu meiner Mutter fahren, um ihr Auto nutzen zu können, und dieses später wieder zurückbringen, oder ich musste beim Chef beantragen, von Zuhause aus arbeiten zu dürfen. Im zweiten Fall, muss ich nach der Fahrzeugabgabe zu fuss von der Garage zurück und am Abend wieder zu fuss in die Garage. Ein Ersatzauto von der Garage gegen Bezahlung war mir jeweils zu teuer. Auch die via Dienstleistungsrate inbegriffene Einlagerung der Räder ist nicht zu verachten. Leider erkauft man sich diese Dienstleistungen recht teuer. Ob sich das wirklich auszahlt, bleibt eine grosse Frage. Unkomplizierter wird es so aber allemal.

Die eigentliche Finanzrate hält sich in Grenzen. Aufgrund der integrierten Dienstleistungen ist der Zinsatz tiefer und mit der fast maximal möglichen Sonderzahlung ist der Finanzierungsbetrag entsprechend kleiner. Und durch die Wahl der bereits oben erwähnten Partner-Versicherung der Garage ist der Zinssatz noch tiefer.
Wegen des finanzellen Fehlbetrags für einen Barkauf habe ich noch Alternativen in Betracht gezogen. Zuerst habe ich mir die Belastung einer Kreditkarte mit Rückzahlung innerhalb von maximal 6 Monaten überlegt. Das habe ich aber schnell wieder verworfen in anbetracht des angegebenen Jahreszinssatzes von bis zu 12%. Eine weitere Variante wäre die einfache Überziehung des Lohnkontos gewesen. Da aber die Bank den Zinssatz dafür nicht angibt, sondern nur von "marktüblich" schreibt und zudem nur eine kurzfristige Überziehung erlaubt - was auch immer das bedeutet - war ich nicht bereit, mich auf einen Versuch einzulassen.

Alles in Allem hoffe ich nun, dass ich meinen Entscheid zum Leasing nicht schon nach 1-2 Jahren - oder spätestens beim Ende des Leasingvertrags - bereuen werde.

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Nachtrag: Doch kein Leasing

Nachdem ich den Vertrag erhalten hatte, versäumte ich es zunächst, die Allgemeinen Bedingungen durchzulesen und überprüfte nur ob die mündlich abgemachten Konditionen. Als ich schliesslich die Bedingungen las, kriegte ich "kalte Füssse", wie man so schön sagt. Einige Klauseln waren/sind derart einseitig zugunsten des Leasinganbieters formuliert, dass ich diese nicht akzeptieren konnte. Wenige Tage später teilte ich dem Autoverkäufer mitt, dass ich das Fahrzeug kaufen statt leasen will. Er stellte den neuen Vertrag aus, den ich sogleich unterschrieb.