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Montag, August 25, 2025

Regenerierung nach Zungen-OP

Die Form meiner Zunge hat sich seit dem Eingriff mittlerweile wieder fast normalisiert. Wenn ich die Zunge zwischen die Lippen geklemmt nach aussen und innen bewege, spüre ich aber immer noch eine leichte Verdickung und auch das Gefühl in der Zunge beim normalen bewegen oder wenn ich sie den Zähnen oder dem Zahnfleisch entlang führe, ist noch nicht wie vor dem Eingriff. Wer weiss, vielleicht wird es nie wieder so sein, wie es vorher war.

Aufgrund einer Aussage des Arztes vor dem Eingriff hätte ich niemals erwartet, dass die Regenerierung derart lange dauern würde. Ich weiss zwar von anderen Eingriffen, dass Narben sehr lange verbleiben können und die Haut sich mitunter gar nicht vollständig erholt. Gemäss dem Arzt sollte das Ganze aber sehr kurz und relativ unproblematisch vorbei gehen. Erst nach und nach musste ich feststellen, dass ihm manche der anscheinend nicht seltenen Komplikationen und Unannehmlichkeiten durchaus bekannt sind. Ich wäre sehr froh und dankbar gewesen, wenn ich von diesen schon vor Eingriff oder zumindest unmittelbar danach erfahren hätte und nicht erst bei späterer Kontaktaufnahme. Wenn ich eine ausführlichere Information über den bevorstehenden Verlauf gehabt hätte, hätte ich mir einigen Unmut und Umtriebe ersparen können.

Aber so sind offenbar manche Ärzte ... wenn man sie nicht mit unzähligen Fragen löchert, erfahrt man nur annähernd das Wichtigste. Alles andere muss man auf sich zukommen lassen und/oder vorzu herausfinden.

Nachtrag:
Inzwischen ist knapp ein weiterer Monat vergangen und ich spüre die operierte Stelle immer noch ständig. Immerhin fühlt sie sich jetzt nicht mehr ganz so schlimm an wie noch vor 5-7 Wochen.

Donnerstag, Juli 03, 2025

Höhepunkt der Hitzewelle

Die derzeitige Hitzewelle hat den Höhepunkt erreicht. Wer hat während den vergangenen Tagen nicht unter den massiven Temparaturen gelitten?! Jeden Tag ist das Thermometer (im Schatten) gegen 40°C und teils darüber angestiegen und nachts kaum unter 25°C gesunken. Spätabends und/oder Frühmorgends gehörte Lüften vielerorts zur täglichen Routine und tagsüber hielt man sich möglichst drinnen oder zumindest im Schatten auf. Zuletzt gab es, wie ich im Radio erfuhr, mitunter sogar Verbote für Aussenarbeiten und manche Schulen wurden wegen der Hitze geschlossen.

Aber nicht nur die Menschen litten während den letzten Tagen, sondern auch den Pflanzen sieht man die Auswirkungen deutlich an. So gilt in vielen Gebieten ein Verbot für das Entzünden von Feuern im Freien. Und auch einige Tierarten sind Leidtragende, weil sie entweder kaum Wasser finden, das benötigte Futter nicht für deren benötigte Energieaufnahme ausreicht oder die üblichen Fressopfer (z.B. Schnecken oder Würmer) schlicht nicht zu finden sind.

So sind sicher viele froh und erleichtert darüber, dass das Wetter nun wieder ändern soll. Auch mir geht es so. Obschon mir der Sommer deutlich lieber ist als der Winter, kam auch ich zeitweise an meine Grenzen und ertrug die Hitze kaum noch.

Ob dieses Jahr nun ein weiteres Indiz für die allgemeine Klimaerwärmung ist, lasse ich hier mal offen. Aber ich muss zugeben, dass ich trotz gewissen Zweifeln durchaus feststellen muss, dass die extremen Hitzetage in den letzten paar Jahren insgesamt zugenommen haben.

Kleine Anmerkung nebenbei: Heute hat die Fussball-Europameisterschaft der Frauen gestartet. Die Spielerinnen sind sicherlich auch dankbar dafür, dass nun etwas kühlere Tage bevorstehen. Meinerseits werde ich voraussichtlich die Spiele genauso wenig verfolgen wie die letztjährige Europameisterschaft der Männer.

Dienstag, Juni 10, 2025

Zungen-OP mit unangenehmen Folgen

Vor 9-10 Monaten habe ich an meiner Zunge ein unschöne und störende, sowie damals schmerzende Verdickung entdeckt. Da mich diese nach kurzer Zeit nicht mehr schmerzte, ging ich davon aus, dass sie wieder weg sein, obschon ich das nie wirklich im Spiegel angeschaut bzw. kontrolliert habe.

Nach der letzten DH sprach mich dann der Zahnarzt darauf an überwies mich schliesslich zur Kontrolle in die zuständige Klinik. Der betreffende Arzt dort sagte, man könne diese Verdickung herausschneiden, was ein Eingriff von nur ca. 15 Minuten sei. Danach werde die Zunge noch einige Zeit geschwollen sein, aber es sollte alles ohne grössere Probleme vorbei gehen. Wegen meiner zögerlichen Einstellung zu jeglichen operativen Eingriffen liess ich mir das anschliessend mehrere Tage durch den Kopf gehen und wollte vor allem vor einer kurze Zeit später geplanten Ferienwoche nichts meh machen lassen; das Risiko, das es doch nicht so reibungslos über die Bühne gehen würde, schien mich einfach zu gross. Rückwirkend gesehen war dies ein guter Entscheid.

Etwa 10 Tage nach dem Ende der bereits erwähnten Ferienwoche rief ich schliesslich in der Klinik an und liess mir einen Termin für den Eingriff geben. Dieser fand am letzten Freitag statt. Dass mit Pfingsten danach gerade noch ein verlängertes Wochenende ist, war mir bei der Terminvereinbarung nicht eingefallen, sonst hätte ich den Termin wohl anders setzen lassen. Wie dem auch sei, der Eingriff selbst war wie prognostiziert keine grosse Sache, wobei das herausschneiden fast sofort erfolte, das Zunähen dann aber im Vergleich eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Nach dem Nachlassen der Wirkung von der Spritze für die örtliche Betäubung waren sogar die Schmerzen nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Allerdings war mir gleich klar, dass ich einige Zeit nicht gut bzw. nur undeutlich werde sprechen können.

Die effektiv schlimmen Folgen zeigten sich erst beim Versuch, etwas zu Essen. Jede noch so kleine Bewegung der Zunge war anstrengend und sehr unangenehm, teilweise sogar schmerzhaft, und dies, obwohl ich nur ein Jogurt ass. Ein Versuch am nächsten Tag mit etwas weichem Brot und später mit wenig Teigwaren verdeutlichten, dass die Einnahme jeglicher festen Nahrung eine regelrechte Tortur ist. Schon nach wenigen Bissen war ich jeweils total erschöpft. So beschränke ich zur Zeit die Lebensmittelzufuhr auf Getränke und dickflüssige Speisen wie Suppe, Brei, Jogurt und Pudding, wobei selbst bei diesen die Mahlzeiten unüblich stark verlängert werden, weil ich darauf achten muss, nur kleine Löffelportionen aufs Mal zu nehmen. Eine zu grosse Menge hat jeweils zur Folge, dass die Zunge grössere Bewegungen tätigen muss, was fast immer einen sofortigen Schmerz auslöst an der Nahtstelle auslöst.

Ein weiterer recht unangenehmer Aspekt ist das Schlafen. Da in liegender Position der Speichel im Mund sich anders ansammelt bzw. eine andere Lage einnimmt als beim Sitzen oder stehen, hat der nur eingeschränkt funktionierend Schluckvorgang mitunter die Konsequenz, dass ich unvermittelt wach werde und husten muss. Diese Tatsache hält mich wiederum davon ab, zur Ruhe zu kommen, wenn ich im Bett liege.

Gestern (Pfingstmontag) nach dem Aufstehen fiel mir ein relativ dicker weisslicher Belag auf der Zunge auf, was mich beunruhigte und mich dann dazu bewogen hat, mich bei einer Notfallpraxis zu melden. Dies mitunter wegen einer allfälligen Nebenwirkung des Schmerzmittels, das mir verschrieben worden war, obschon die Symptome nicht vollständig passten. Die Ärztin in der Notfallpraxis vermutete schliesslich, dass es sich um einen Pilz handle, sie könne dies aber nicht selbst vor Ort untersuchen. Da ich ohnhin bereits für heute einen regulären Kontrolltermin hatte, erstattete sie dem behandelnden Arzt bericht und gab mir nur eine Mundspülung mit.

Beim heutigen Termin schaute der Arzt nur kurz in meinen Mund und sagte, es sehe alles in Ordnung aus. Als ich ihn meinerseits auf den weissen Belag ansprach, sagte er nur, das sei nichts Aussergewöhnliches und hänge mit der Anschwellung der Zunge zusammen. Man müsse einfach abwarten. Der Belag werde wieder hinausgespült, wenn ich wieder 'normal' trinken und essen werde. Ich muss ehrlich sein: Ganz so banalisierend hatte ich mir seine Reaktion nicht vorgestellt. Und nur hinausspülen lässt sich der Belag von meiner bisherigen Erfahrung her sicher nicht. Aber er ist der Arzt, ich nur die Patientin; was kann ich schon wissen. Den einzigen Tipp, den er mir dann noch gab, war,  dass ich versuchen könne, Eiscreme zu essen. Diese könne allenfalls eine beruhigende Wirkung haben. Seinen Tipp habe ich inzwischen bereits befolgt, von einer Beruhigung durch die Eiscreme könnte ich allerdings nicht Zeugnis geben - da bleibe ich lieber bei Jogurt, welches nicht ganz so kalt ist.

Im Sinne eines Selbstversuchs kam ich während der Rückfahrt von der Klinik auf die Idee, ich könne es noch mit Coca Cola versuchen; schliesslich wird diesem eine reinigende Wirkung zugeschrieben. Ob die Idee wirkich so gut war, weiss ich nicht. Jedenfalls könnte ich nicht behaupten, dass sich meine Hoffnung, die Kohlensäure könne vielleicht mithelfen, den Belag aufzulösen, bereits erfüllt hätte. Weil Coca Cola sehr viel Zucker enthält, ist es allemal nicht gut für die Zähne und noch weniger für die allgemeine Gesundheit. Im Sinne des therapeutischen Versuchs werde ich aber auch morgen noch etwas Coca Cola trinken; so schlimm wird das dann auch wieder nicht sein.

Samstag, Januar 06, 2024

Studiums-Abbruch und bevorstehender Stellenwechsel

Vor wenigen Tagen habe ich mich nach längerem Zögern dazu entschieden, das begonnene Studium abzubrechen. - Mir ist gerade erst aufgefallen, dass ich darüber in diesem Blog gar nichts geschrieben hatte.
Nebst dem Aspekt, dass die zeitliche Belastung trotz inzwischen reduziertem Arbeitspensum enorm war, kannte ich mit dem geforderten Lerntempo schlicht nicht mithalten. Zudem zeichnete sich ab, dass ich bei den Prüfungen teilweise nicht keine genügende Note erreichen würde. Nicht zuletzt hatte ich in den vergangenen Monaten sehr häufig Kopfschmerzen/Migräne. Dies alles führte dazu, dass meine Motivation auf dem Nullpunkt angelangt war und ich mich während den Festtagen nicht dazu aufraffen konnte, die verbleibenden Arbeiten in Angriff zu nehmen.
In anbetracht meines nicht mehr Jugendlichen Alters kam ich zum Schluss, dass eine Weiterführung für mich keinen Sinn mehr macht. Wenn ich erst 25-30 Jahre alt wäre, hätte ich wohl trotz der Schwierigkeiten weitergemacht und das Studium gestreckt anstatt gleich ganz aufzugeben. Aber diese Option erachtete ich als nicht zweckmässig.

Ende November bekam ich die Zusage für eine neue Stelle, auf die ich mich beworben hatte. Ich bin froh, bald vom jetzigen Arbeitsort weg zu kommen. Der neue Arbeitsort liegt näher von meinem Wohnort und ich kann leichter mit dem ÖV pendeln. Da die Anfahrt eher länger und natürlich weniger flexibel als mit dem Auto sein wird, werde ich aber die Verfügbarkeit und Kosten eines Parkplatzes abklären. In den letzten Jahren habe ich mich sehr ans pendeln mit dem Auto gewöhnt und schätze es, im Winter oder bei Regen/Sturm nicht auf den Bus bzw. den Zug warten zu müssen. Zudem habe ich im Auto stehts (m)einen garantierten Sitzplatz, was im ÖV während den Stosszeiten überhaupt nicht gewährleistet ist.
Ich hoffe, dass ich mich an der neuen Stelle wohlfühlen werde und es nicht kurzum ähnliche Differenzen geben wird, wie sie bei der jetzigen Stelle vorkamen. Das Pensum werde, welches ich wegen dem dann noch aktiven Studiums auf 80% beantragt hatte, werde ich für den Anfang so belassen. Allenfalls werde ich es nach den ersten paar Monaten erhöhen. Für die Einarbeitungszeit bin ich froh, dass ich nicht täglich hinfahren muss und mehr Zeit für private Angelegenheiten besteht.
Was die Aufgaben anbelangt, wird das Stellenprofil etwas anders sein, als meine jetziges. Insbesondere werde ich praktisch nie zu irgendwelchen Kunden fahren müssen. Ob ich mehr oder weniger am Telefon sein muss, kann ich noch nicht abschätzen. Ich hoffe, es wird etwas weniger sein, käme aber damit klar, wenn dies etwa im gleichen Rahmen wäre wie jetzt.

Montag, März 27, 2023

Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag

Heute Nachmittag war ich bei meiner Hausärztin. Der Zweck des Termins war, dass ich Sie um eine Bestätigung meiner ASS-Diagnose bitten wollte/musste.

Geredet haben wir aber die meiste Zeit über die Patientenverfügung, die ich als Kopie dabei hatte. Was sie mir dabei sagte, überraschte mich zum Teil sehr. Mir war zwar bewusst, dass es Unterschiede zwischen einer Akutsituation (Notfall) und anderen Ausgangslagen gibt und dass die eigenen Wünsche in Abhängigkeit davon formuliert werden sollten. Manche Aspekte waren mir aber waren mir aber in dem Ausmass, wie sie es mir erklärt hat, nicht bewusst.

Jedenfalls empfahl sie mir, einzelne Punkte der Patientenverfügung abzuändern und ihr später eine Kopie der definitiven Fassung zu übergeben.

Was mich aber noch mehr geschockt hat, war die Aussage, dass der Vorsorgeauftrag nicht anerkannt werde, wenn er nicht notariell beglaubigt sei. Überall steht, dass dies nicht nötig sein, wenn man diesen vollständig handschriftlich verfasst. Offenbar reicht das aber oftmals nicht, vor allen dann nicht, wenn die Datierung zu lange zurück liegt. Schon 2-3 Monate darüber können theoretisch reichen, dass in anbetracht einer veränderten Situation der Vorsorgeauftrag durch die KESB in Frage gestellt bzw. abgelehnt werden könne, wenn er nicht notariell beglaubigt sei.

Das Problem finde ich nicht die notarielle Beglaubigung an sich, sondern die Tatsache, dass ich dafür in irgendeinem Büro gehen muss - natürlich zu Bürozeiten - und dass das Ganze dann auch noch einiges kostet. Und was habe ich selbst letztlich davon? Eigentlich nichts, ausser dass eine andere Person offiziell die finanziellen Belange für mich regeln darf, falls ich irgendwann nicht dazu in der Lage bin. Das ist meiner Meinung nicht nur eine eigentliche Paragraphenreiterei, sondern schlichtweg Schikane. In dem Moment habe ich mich echt gefragt, ob ich zukünftig nicht auf eine Regelung verzichten soll. Wenn sich die KESB so leicht über ein schriftliches Dokument hinwegsetzen kann, können sie doch gleich von sich aus entscheiden. Dann entfallen vorgängig wenigstens die Notariatsgebühren.

Freitag, Dezember 30, 2022

Jahresend-Stress

Wie immer war/ist Ende Jahr einiges los. Man dekoriert Zuhause die Wohnräume, organisiert Geschenke für die Liebsten, trifft sich zu Weihnachtsfeiern mit Verwandten, Bekannten sowie allenfalls mit Arbeitskollegen und/oder Kunden. Und schliesslich muss man auch noch die letzten administrativen Belange (z.B. Zahlungen, ggf. Versicherungswechsel etc.) vor dem Jahreswechsel erledigen.

Dass während dieser Zeit (in unseren Breitengraden) die Tage am kürzesten sind, macht das Ganze gefühlt noch schlimmer, und kann einem gewaltig auf die Stimmung schlagen. Dieses Jahr galt wegen der Strommangellage zudem die Devise, auf Weihnachtsbeleuchtung und sonstiges Bling-Bling möglichst zu verzichten, was Städte/Gemeinden, Firmen und Privatpersonen mehr oder weniger ausgeprägt beherzigt haben. Während einige Leute sicher froh darüber waren, haben es andere bedauert. Ich stehe diesbezüglich ein wenig dazwischen. Zwar freute es mich, dass es nicht so viele blinkende Lichter, tanzende/singende 'Weihnachtsmänner' und ähnlich nervöse Dekorationen gab - insbesondere in den Einkaufszentren. Aber ich fand es schade, dass auf die sonst in dieser Zeit an den Strassenlampen montierten Sterne grösstenteils verzichtete. Auch andere (konstante) Lichter, welche die dunkle Zeit ein wenig erhellen, habe ich an manchen Stellen vermisst.

Die Weihnachtszeit war für mich dieses Jahr - der Umstände halber - besonders hektisch und ich fühlte mich ausserordentlich gestresst. Die eigentlich gewünschte ruhige Zeit blieb komplett aussen vor. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich die meiste Zeit allein Zuhause in meinen eigenen vier Wänden geblieben wäre. Aber ich wollte die Leute in meinem Umfeld nicht enttäuschen und fügte mich dem 'Jubel und Trubel'. Ich hoffe, ich kann mich nach dem Jahreswechsel etwas erholen.

Mittwoch, November 02, 2022

Brillen und zunehmende Sehschwäche

Schon als kleines Kind im Kindergarten hatte ich eine Brille. Damals fand ich sie aber unnötig und lästig - weil ich ohne sie genausogut sah - und legte sie deshalb immer wieder irgendwo hin. Einmal legte ich sie draussen auf den Boden, wo mein Vater sie später kaputt wiederfand, weil ich sie dort vergessen hatte. Er war sehr in dem Moment recht böse auf mich, weil sie doch ziemlich teuer war.

Als ich in der vierten Klasse war, kam es erneut dazu, dass ich wieder eine Brille haben sollte. Ich entschied mich für eine zweifarbige Fassung. Beim einen Auge war sie rot, beim anderen Auge grün - ich weiss aber nicht mehr, welche Farbe bei welchem Auge war. Wie auch immer, in gewisser Hinsicht freude ich mich auf die fertige Brille.

Leider waren die produzierten Gläser so, das sich bei dem von mir gesehenen Bild (an den Brillenrändern) Wellenlinien bildeten, wenn ich den Kopf von links nach rechts bzw. umgekehrt schwenkte. Die Gegenstände bewegten sich quasi nach unten bzw. nach oben, und dies mehrfach. Das äusserte ich auch gleich zu beginn so. Der Optiker sagte aber, es sei wegen der Korrektur normal, dass das Bild innerhalb der Brille nicht mit dem Bild ausserhalb der Brille übereinstimme. Sowohl er als auch meine Eltern sagten, meine Augen müssten sich halt erst daran gewöhnen. Das mit der Abweichung konnte ich nachvollziehen und ich hätte es auch akzeptieren können, wenn es nur EINEN Sprung pro Brillenrand gegeben hätte. Die wellenförmige Verschiebung innerhalb der Brille war meiner Meinung aber nicht normal.

Trotzdem bemühte ich mich diesmal, die Brille regelmässig aufzusetzen. Aber es kam, wie es kommen musste: meine Augen - oder wohl eher mein Gehirn - konnte sich nicht daran gewöhnen. Es war mir über längere Zeit hinweg jeweils schlicht zu anstrengend, auf diese Weise sehen zu müssen. So zog ich es schliesslich doch wieder vor, die Brille nicht zu nutzen. Mein Vater war zwar irgendwie sauer, sagte aber diesmal nicht viel. Ich blieb dann wieder mehrere Jahre ohne Brille.

Während meiner Berufslehre begann ich, Fahrstunden zu nehmen. Dabei stellte ich fest, dass ich manche Verkehrstafeln auf die Weite nicht gut erkennen konnte. So entschied ich mich von mir aus dazu, einen Augentest machen zu lassen und wieder eine Brille zu kaufen. Der Augenarzt gab mir damals in Bezug auf die weitere Zukunft keine gute Prognose. Ich weiss nicht mehr genau, was er sagte, aber jedenfalls erwähnte er die Möglichkeit einer vollständigen Erblindung. Als ich später meine fertige Brille erhielt, bestätigte sich rückwirkend mein Eindruck aus der vierten Klasse: Wellenlinien müssen sich nicht ergeben, wenn die Brillengläser richtig gefertigt sind. Und da ich mit dieser Brille tatsächlich besser sah, nutzte ich sie regelmässig.

Bis vor etwa 2 Jahren hatte ich in Folge praktisch immer eine Brille auf der Nase, wenn ich nicht gerade am schlafen, am duschen oder im Schwimmbad war. Vor etwa 6 Jahren kaufte ich mir zwar eine Brille, die mir im Bereich der Ohren nach jeweils 3-4 Stunden Schmerzen verursachte. Weil ich aber gleichzeitig eine zweite Brille gekauft hatte und bei dieser die Schmerzen geringer waren, nutzte ich in Folge mehrheitlich jene und die andere nur selten. Irgendwann bekam ich dann aber mehr Schwierigkeiten beim Lesen von längeren Texten. Die Buchstaben sah ich teilweise verschwommen oder undeutlich. Irgendwann merkte ich, dass die Probleme ohne Brille kleiner sind und begann damit, die Brille beim Lesen zur Seite zu legen.

Im Verlauf dieses Jahres merkte ich, dass ich auch in die Ferne mit der Brille nicht mehr gleich gut sehe wie früher. Zunächst dachte ich, dass sich meine Sehstärke verändert hat und deshalb eine neue Brille nötig ist. Es stellte sich aber heraus, dass dem nicht so ist. Tests in der Augenklinik ergaben eine nur geringfügige Änderung der Sehstärke. Auch sonst wurde nichts gefunden, was die von mir subjektiv empfundene Verschlechterung begründen würde. Seit etwa 3-4 Monaten habe ich zwar eine neue Brille, sehe mit dieser aber nicht besser als mit der vorherigen.

Meine Befürchtung ist nun recht gross, dass sich die Aussage des Augenarztes bei der damaligen Untersuchung zumindest teilweise bewahrheiten könnte und ich in wenigen Monaten oder Jahren nur noch sehr schlecht sehe.

Dienstag, September 27, 2022

Corona Test positiv / negativ

Am Ende meiner Ferien (zwei Tage nach einer Rückfahrt von Deutschland in die Schweiz) bekam ich leichte Krankheitssymptome. Am Abend machte ich vorsichtshalber einen Covid-19-Selbsttest, der positiv ausfiel. Am nächsten Mittag machte ich erneut einen Selbsttest, der ebenfalls ein positives Ergebnis zeigte. Nochmals einen Tag später meldete ich mich bei einem Testcenter für einen PCR-Test. Obschon dieser eigentlich zuverlässiger sein soll und eher länger positiv anzeigt, war dessen Resultat negativ. Vielleicht hätte ich danach einen weiteren, offiziellen Test machen lassen sollen. Aber ich hatte schlicht keine Lust dazu, nochmals raus zu gehen, weil sich meine Krankheitssymptome mittlerweile verschlimmert hatten und ich mich echt nicht wohl fühlte So liess ich es eben dabei bewenden.

Inzwischen sind zwei Wochen vergangen. Obschon es mir wieder deutlich besser geht, sind die gelegentlichen Hustenanfälle geblieben und ich habe sehr selten immer noch Mühe beim Atmen. Zudem fühle ich mich nach wie vor ganz allgemein recht müde und mag manche Dinge nicht machen. In anbetracht dieser verbliebenen Symptome bin ich überzeugt, dass ich eben doch infiziert war.

Donnerstag, Juni 30, 2022

Corona- Sommerwelle am Kommen

In den letzten paar Wochen fanden sehr viele, teils grössere, gesellschaftliche Anlässe statt. Seien es nun Musikfeste oder Sportveranstaltungen oder auch irgendwelche Vereinsveranstaltungen. Und auch in den kommenden Wochen werden viele solche Veranstaltungen stattfinden. Viele Menschen sind sehr froh darüber, dass das Leben sich wieder normalisiert hat und haben einen regelrechten Nachholbedarf nach zwei Jahren mit grossen Einschränkungen.

... und wieder steigen die Zahlen von Corona-Infizierten - was nicht weiter verwunderlich ist. Da aber im Gegensatz zu den letzten Wellen die Krankheitsverläufe von Betroffenen im Allgemeinen deutlich schwächer ist, wird diesmal nicht gleich wieder alles blockiert mit Schutzmassnahmen. Einige besonders vulnerable Personen sind darüber sicher nicht erfreut, aber auch wenn es an sich wichtig ist, auf die Schwächsten Rücksicht zu nehmen, ist es punkto psychischer Gesundheit sehr positiv, dass nicht alle anderen wieder 'drangsaliert' werden mit Abstandsregelungen, Maskentragpflicht, Zertifikatskontrollen und/oder Kontaktverbot (z.B. in Alters- und Pflegeheimen). Insbesondere in Bezug auf letzteres hat gestern jemand im Radio gesagt: "Wir haben inzwischen gelernt, mit dem Virus zu leben, und nicht den Virus zu bekämpfen." Das ist eine Aussage in der Art, welche die Kritiker der Massnahmen schon lange geäussert bzw. gefordert haben.

Corona wird nicht verschwinden, aber es hat ein Stück weit seine Macht über uns verloren ... endlich! Ich hoffe sehr, dass nicht in wenigen Monaten oder 1-2 Jahren schon wieder eine andere, gefährliche Krankheit unseren Alltag in ähnlichem Ausmass beeinflussen wird. 

Mittwoch, Mai 25, 2022

Patientenverfügung / Organspende

Nach der vor Kurzem durch die Volksabstimmung angenommenen Gesetzesänderung wird sich in der Schweiz die Regelung von Organspenden ändern. Neu wird die erweiterte Widerspruchslösung gelten, was bedeutet, dass das Einverständnis einer Person zur Organspende angenommen wird, wenn sie dieser nicht schriftlich widersprochen hat und den Angehörigen ihren Willen auch nicht mündlich mitgeteilt hat. Diese Regelung ist rechtlich sehr umstritten.

Wegen dieser Änderung habe ich mich nun dazu entschlossen, eine Patientenverfügung zu verfassen. Ich bin zwar nicht grundsätzlich gegen Organspenden, bin aber der Ansicht, dass keine wie auch immer kranke Person einen Anspruch auf ein neues Organ, insbesondere weil damit zwangsläufig das Leben einer anderen Person - ausser bei einer von zwei noch gesunden Nieren - beendet wird, wobei die Körperfunktionen bis kurz vor der Entnahme intakt bleiben müssen. Insofern 'lebt' die Person bis dann noch, auch wenn nur dank intensivmedizinischen Massnahmen und bei erklärtem 'Hirntod'. Es gibt zwar gewisse Richtlinien, in welchem Zustand jemand als 'hirntot' bezeichnet werden darf, ich bin aber sicher, dass da einen gewissen Ermessensspielraum gibt. Und genau diesen Ermessensspielrauch will ich verhindern, indem ich festlege, wann die Organe aus meinem Körper entnommen werden dürfen und wann (noch) nicht.