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Donnerstag, September 08, 2022

Neues Auto gekauft

Inzwischen habe ich mein neues Auto gekauft und einige erste Fahrten damit durchgeführt. Insgesamt ist es ok. Die enthaltenen Funktionen des Spurhalteassistenten und der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (mit Erkennung der Verkehrstafeln) reagieren teilweise aber nicht so, wie ich es im voraus erwartet hatte.

Android Auto kann ich mit meinem Smartphone (Android 12) leider nicht nutzen, was den von mir erhofften Zusatznutzen deutlich schmälert. Ich bedaure sehr, dass Google entschieden hat, den Support für Android Auto einzustellen und es quasi ersatzlos gestrichen hat. Es gibt zwar theoretisch eine mindestens teilweise Ersatzlösung dafür, die aber in den meisten Ländern gar nicht verwendet werden kann. Die Alternative von Volkwagen (We Connect) finde leider nicht wirklich praktisch. Zudem muss zur Nutzung zwangsläufig die App auf dem Smartphone geöffnet werden und es ist eine Internetverbindung erforderlich, um Daten (z.B. ein Navigationsziel) vom Smartphone zum Auto übertragen zu können, was bei Android Auto nicht nötig wäre.

Mittlerweile habe ich weiterhin herausgefunden, dass ich im Vergleich zu meinem alten Auto weniger Stauraum habe, obschon das neue Auto in Länge, Breite und Höhe eigentlich grösser ist. Auch wenn das im Normalfall kein Problem sein dürfte, kann es in gewissen Situationen durchaus einen entscheidenden Unterschied darstellen, wie ich bereits feststellen musste.

Donnerstag, Juni 16, 2022

Elektro-/Hybridauto

Bei der Überlegung, ob ich ein neues Auto kaufen soll, hatte ich am Rande ein Hybridauto in Erwägung gezogen. Inzwischen bin ich nicht mehr überzeugt, dass das eine gute Idee ist.

Ein wesentlicher Grund ist, dass ich der volle Akku (beim Hybridauto) gemäss Autohändler nicht zum Arbeitsort und zurück reichen würde. Mit einem vollelektrischen Auto ginge das zwar, das ist aber keine Option, weil die zur Verfügung stehenden, öffentlichen Lademöglichkeiten schlecht für mich gelegen und/oder teuer sind.

Sehr gerne würde ich ein Fahrzeug mit eigenen Solarzellen auf dem Dach kaufen, um wenigstens einen Teil der benötigten Energie abdecken zu können. Ab Werk gibt es aber solche Lösungen bis anhin nicht. Gemäss Autohändler werden nach dem Kauf nur bei Lieferwagen vereinzelt entsprechende Installationen vorgenommen. Diese Aussage wirkte auf mich nicht gerade vertrauenerweckend.

Von der Verwaltung habe ich zwar noch keine Rückmeldung betreffend allfälliger Anschluss-Installation erhalten. Anfangs Woche habe ich jedoch herausgefunden, dass die voraussichtlichen Kosten dafür höher sind als angenommen. Zudem ist bekannt, dass die Stromkosten steigen werden, was den Vorteil gegenüber Benzin/Diesel ein Stück weit reduzieren wird.

Von den Gegnern der Elektroautos wird häufig gefordert, dass für diese in Zukunft ebenfalls gebrauchsabhängige Abgaben für den Strassenunterhalt bezahlt werden soll, so wie es heute einen entsprechenden Zuschlag pro Liter Benzin oder Diesel gibt. Falls so etwas kommt - inwiefern auch immer - hat dies einen negativen Effekt auf die Attraktivität der Elektromobilität.

Nicht zuletzt ist auch die Gewinnung der seltenen Erden und die Entsorgung der Akkus ein heisses Thema. Diesbezüglich bin ich aber der Meinung, dass die Erdölgewinnung und die durch das Abgas entstehende Luftverschmutzung genauso schlimm sind, wenn nicht sogar noch schlimmer. Sprichwörtlich gesagt werden dabei Äpfel mit Birnen verglichen.

Das gängige Argument, dass der Strom schon jetzt knapp ist und keinesfalls reichen würde für zahlreiche Elektroautos, lasse ich übrigens nur bedingt gelten. Ich bin überzeugt, dass Einiges punkto Ausbau der erneuerbaren Energie gemacht werden könnte und auch würde, wenn der Stromverbrauch tatsächlich knapp würde. Derzeit ist der Druck einfach zu gering, so dass sich einerseits die Investoren und Entscheidungsträger (u.a. Hausbesitzer bezüglich Solarzellen) zurückhalten und andererseits von Seite der Grünen stets Einsprachen zu geplanten Projekten kommen. Beides verzögert den Ausbau enorm.

Mittwoch, Juni 01, 2022

Autokauf oder Verzicht darauf?

Ein paar Anmerkungen voraus

Berufshalber pendle ich wochentags mit dem Auto zwischen Wohnort und Arbeitsort.
- Ein beträchtlicher Teil der Strecke führt über ein vielbefahrenes Autobahnstück, wo es oft zu stockendem Verkehr oder Stau kommt. An sich würde ich germe mindestens teilweise darauf verzichten.
- Mit dem ÖV wäre ich pro Fahrt trotzdem länger unterwegs und am Arbeitsort kommen Vormittags nur gerade drei Bus-Verbindungen an, von denen die letzte knapp zu spät ist und die vorherige eine Stunde früher. Das ist somit keine lukrative Alternative.
- An manchen Tagen muss ich (kurzfristig) zu Kunden fahren. Die meisten Kunden sind zwar im näheren Umfeld des Arbeitsortes, allerdings an ganz unterschiedlichen Adressen und viele davon nicht zentral gelegen. Das macht die Nutzung des ÖV praktisch unmöglich.

Überlegungen für ein neues Auto

Aus zwei Hauptgründen überlege ich mir nun, ein neues Auto zu kaufen.
1. Mein jetziges Auto unterstützt die Verbindung zum Smartphone für die GPS-Navigation nicht. Für die gelegentlichen Kundentermine ist es einfacher und schneller, wenn ich die Navigation aufgrund des im Kalendereintrags eingetragenen Standortes starte, anstatt im Autonavigations-System die Standortdaten manuell eingeben zu müssen und auf die Berechnung der Route zu warten. Hier gilt ziemlich direkt die Devise "Zeit ist Geld". Ausserdem ist die Navigation mit Google Maps oftmals idealer punkto Echtzeitdaten als diejenige vom Auto. Ich bin sonst nicht begeistert von 'Big Data', in dem Zusammenhang ist es aber eindeutig ein Vorteil.
2. Einige der heute verfügbaren Features würden die Sicherheit im Verkehr erhöhen, namentlich der Spurhalteassistent und die Verkehrsschildererkennung mittels Head-Up-Display. Ein Vorteil wäre auch eine Rückfahrkamera.
3. Der derzeitige Benzinpreis ist ausserordentlich hoch und eine Reduktion ist (noch) nicht absehbar. Ein moderneres Auto ist je nach Modell sparsamer im Verbrauch. Leider trifft das auf die Fahrzeugmodelle mit der von mir gewünschten Ausstattung kaum zu, sofern ich mich nicht für ein Elektro- oder Hybridauto entscheide. Aber weder Zuhause (Mehrfamilienhaus) noch am Arbeitsort steht eine Ladedose zur Verfügung. Bei der Hausverwaltung habe ich nun für eine entsprechende Installation angefragt. Ob diese bewilligt wird, steht noch offen.

Überlegungen gegen ein neues Auto

1. Mein jetziges Auto wurde 2014 in Verkehr gesetzt. Es ist somit noch nicht sehr alt. Ich hatte es Anfangs 2017 als Vorführwagen mit etwas mehr als 45'000 Kilomenter gekauft. Der jetzige Kilometerstand ist mit knapp 100'000 Kilometern noch nicht übermässig hoch. Ich könnte es also damit rechnen, es noch ein paar Jahre ohne grössere Probleme nutzen zu können.
2. Die Bluemotion Technologie meines jetzigen Fahrzeugs hat den Vorteil, dass es der Bezinverbrauch eigentlich schon jetzt vertretbar ist. Im Vergleich zu anderen hat der höhere Benzinpreis keinen dramatischen Einfluss, wenngleich er doch deutlich spürbar ist.
3. Ein Neufahrzeug - mit wunschgemässer Ausstattung - oder ein maximal 3-jähriges Occasionfahrzeug kostet viel Geld. Selbst mit dem Rabatt durch den Eintausch (oder dank Weiterverkauf) des alten Autos entsteht ein beträchtlich Loch im Geldbeutel bzw auf dem Bankkonto. Ein Leasing kommt für mich übrigens nicht in Frage - damit fährt man immer schlechter, nicht zuletzt wegen der höheren Versicherungsprämie.

Schlussfolgerung/Fazit

Die Pro- und Kontra-Punkte halten sich etwa die Waage. Aus ökologischer Sicht ist ein Ersatz unsinnig. Aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich ein Ersatz kaum. Aus technischer Sicht macht ein Ersatz sehr wohl Sinn.

Ich warte also mal, wie die Rückmeldung der Hausverwaltung zu einem Ladeanschluss ausfällt. Einen Entscheid werde ich frühestens im Anschluss daran fällen.