Donnerstag, Juni 16, 2022

Elektro-/Hybridauto

Bei der Überlegung, ob ich ein neues Auto kaufen soll, hatte ich am Rande ein Hybridauto in Erwägung gezogen. Inzwischen bin ich nicht mehr überzeugt, dass das eine gute Idee ist.

Ein wesentlicher Grund ist, dass ich der volle Akku (beim Hybridauto) gemäss Autohändler nicht zum Arbeitsort und zurück reichen würde. Mit einem vollelektrischen Auto ginge das zwar, das ist aber keine Option, weil die zur Verfügung stehenden, öffentlichen Lademöglichkeiten schlecht für mich gelegen und/oder teuer sind.

Sehr gerne würde ich ein Fahrzeug mit eigenen Solarzellen auf dem Dach kaufen, um wenigstens einen Teil der benötigten Energie abdecken zu können. Ab Werk gibt es aber solche Lösungen bis anhin nicht. Gemäss Autohändler werden nach dem Kauf nur bei Lieferwagen vereinzelt entsprechende Installationen vorgenommen. Diese Aussage wirkte auf mich nicht gerade vertrauenerweckend.

Von der Verwaltung habe ich zwar noch keine Rückmeldung betreffend allfälliger Anschluss-Installation erhalten. Anfangs Woche habe ich jedoch herausgefunden, dass die voraussichtlichen Kosten dafür höher sind als angenommen. Zudem ist bekannt, dass die Stromkosten steigen werden, was den Vorteil gegenüber Benzin/Diesel ein Stück weit reduzieren wird.

Von den Gegnern der Elektroautos wird häufig gefordert, dass für diese in Zukunft ebenfalls gebrauchsabhängige Abgaben für den Strassenunterhalt bezahlt werden soll, so wie es heute einen entsprechenden Zuschlag pro Liter Benzin oder Diesel gibt. Falls so etwas kommt - inwiefern auch immer - hat dies einen negativen Effekt auf die Attraktivität der Elektromobilität.

Nicht zuletzt ist auch die Gewinnung der seltenen Erden und die Entsorgung der Akkus ein heisses Thema. Diesbezüglich bin ich aber der Meinung, dass die Erdölgewinnung und die durch das Abgas entstehende Luftverschmutzung genauso schlimm sind, wenn nicht sogar noch schlimmer. Sprichwörtlich gesagt werden dabei Äpfel mit Birnen verglichen.

Das gängige Argument, dass der Strom schon jetzt knapp ist und keinesfalls reichen würde für zahlreiche Elektroautos, lasse ich übrigens nur bedingt gelten. Ich bin überzeugt, dass Einiges punkto Ausbau der erneuerbaren Energie gemacht werden könnte und auch würde, wenn der Stromverbrauch tatsächlich knapp würde. Derzeit ist der Druck einfach zu gering, so dass sich einerseits die Investoren und Entscheidungsträger (u.a. Hausbesitzer bezüglich Solarzellen) zurückhalten und andererseits von Seite der Grünen stets Einsprachen zu geplanten Projekten kommen. Beides verzögert den Ausbau enorm.

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