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Donnerstag, September 18, 2025

Finanzieller Engpass und neuer Job

Nachdem ich über ein Jahr auf Stellensuche war und Taggelder von der Arbeitslosenkasse erhielt, sind meine laufenden Bankkonti fast leer. Das fühlt sich echt 'beschissen' an. Man weiss, dass man sich eigentlich überhaupt nichts ausser dem alltäglichen leisten kann, und doch kommt man immer wieder in die Versuchung, gelegentlich etwas zu kaufen, was eigentlich das Budget überschreitet. Dies insbesondere dann, wenn man weiss, dass der Kauf ohnehin in absehbarer Zeit notwendig wird. Ausgaben wie die Verlängerung eines Abos oder die Jahresprämie einer Versicherung können einen auch arg in Schwierigkeiten führen, weil es sich dabei mitunter um nicht ganz kleine Beträge handeln kann. Dasselbe trifft auf medizinische Kosten zu.
Mittlerweile bin/war ich trotz Arbeitslosengeld nicht mehr weit davon entfernt, mich auf dem Sozialamt melden zu müssen.

Anfang Monat habe ich allerdings bei einer neuen Stelle angefangen und so wird die Situation Anfang nächsten Monat ein klein wenig besser aussehen und sich hoffentlich in den kommenden 2-3 Monaten weiter stabilisieren.

In der Vergangenheit war ich schon zweimal ähnlich lange auf Stellensuche und einmal wurde es auch ziemlich knapp, bevor ich eine neue Stelle antreten konnte. Damals hatte ich allerdings noch kein eigenes Auto, das ich finanzieren musste, sondern konnte im Gegensatz mein Abo des Öffentlichen Verkehrs aufgeben und erhielt pro rata temporis noch ein wenig Geld zurück. Mit einem Auto geht das natürlich nicht, ausser man verkauft es - und das wollte ich (noch) nicht machen. Jetzt bin ich froh darum, denn das Pendeln mit dem ÖV wäre recht mühsam, weil ich 4 mal umsteigen und am Morgen bereits um 6:05 an der Bushaltestelle sein müsste, um rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein, wobei es am Montag trotzdem knapp würde, weil dann jeweils eine kurze Teambesprechung vor dem offiziellen Arbeitsbeginn (Blockzeit) stattfindet. Insofern fahre ich doch lieber mit dem Auto hin.

Montag, April 21, 2025

Frustrierende Stellensuche trotz Arbeitskräftemangel in Firmen

Seit ca. einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem neuen Job. Ich hatte zwar ein paar wenige Bewerbungsgespräche, aber leider hat sich daraus jeweils nichts ergeben. Bezüglich dem letzten Gespräch (erste Runde) warte ich noch auf eine Rückmeldung.

Ganz offensichtlich zähle ich nicht (mehr) zu den Wunschkandidaten. Ein nicht unwesentlicher Grund spielt wohl mein Alter, gehöre ich doch mittlerweile eindeutig nicht mehr zu den Jungen. Und die Berufserfahrung zählt in der heutigen Zeit leider oftmals weniger als Agilität, Flexibilität, Schnelligkeit und Lernfühigkeit. Das sind alles Faktoren die man bei Personen in fortgeschrittenem Alter weniger erwarten kann als bei Studien- oder Lehrabsolventen.

Mittlerweile geht mir das Ganze ziemlich auf die Nerven. Ich sehe ja ein, dass ich mich weiterhin um eine neue Stelle bemühen muss, aber nach mehreren Dutzenden von Absagen ist meine Motivation nicht mehr besonders gross. Am liebsten würde ich mich frühpensionieren lassen; aber dafür bin ich wiederum doch noch deutlich zu jung. Das würde finanziell nicht funktionieren.

Viele Firmen suchen verzweifelt nach 'fähigem' Personal, wenn es dann aber darum geht, jemanden anzustellen, sind sie dann doch sehr wählerisch und kompromisslos. Irgendwie passt das aus meiner Sicht nicht zusammen. Menschen sind nun mal keine Maschinen und nicht fehlerlos. Man kann nicht erwarten, dass immer alles perfekt läuft und jemand zu 100% passt. Aber genau dies wird scheinbar von so manchem HR-Veranwortlichen und/oder Abteilungsleiter gewünscht resp. erwartet. So stellen sie lieber niemand neues an als eine Person, betreffend derer sie sich unsicher sind. Einfach mal jemandem eine Chance geben? Nein, das kommt nicht in Frage. Die Folgen der überhöhten Erwartungen tragen die Arbeitslosenkassen, die IV oder schliesslich die Sozialhilfe und damit letztendlich die Allgemeinheit bzw. die Steuerzahler.

Ein Stück weit kann ich die Firmen durchaus verstehn - ihr Geschäft muss ja rentieren, wenn Verluste resultieren ist das schlecht. Gesamtgesellschaftlich wäre es aber sicher besser, wenn auch die Benachteiligten/Schwachen eine faire Chance für eine Anstellung erhalten würden und diese nicht einfach aufs Abstellgleis geschoben würden. Ich wünschte mir sehr, dass seitens der Politik die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen würden, so dass Firmen, welche nachweislich nicht die jeweiligen Top-Kandidaten einstellen, eine Gegenleistung und damit einen echten Mehrwert erhalten würden. Nur so könnte die Anzahl der Lanzeitarbeitslosen und IV-Bezüger vielleicht permanent gesenkt werden. Das könnte wiederum einen positiven Effekt auf die landesweiten Gesundheitskosten haben und dafür sorgen, dass die Krankenkassenprämien nicht jedes Jahr steigen müssten. Aber ich befürchte, dass diese Hoffnung eine Vision bleibt und nicht von vielen Menschen unterstützt würde, wenn eine entsprechende Abstimmung vors Volk käme.

Samstag, Januar 06, 2024

Studiums-Abbruch und bevorstehender Stellenwechsel

Vor wenigen Tagen habe ich mich nach längerem Zögern dazu entschieden, das begonnene Studium abzubrechen. - Mir ist gerade erst aufgefallen, dass ich darüber in diesem Blog gar nichts geschrieben hatte.
Nebst dem Aspekt, dass die zeitliche Belastung trotz inzwischen reduziertem Arbeitspensum enorm war, kannte ich mit dem geforderten Lerntempo schlicht nicht mithalten. Zudem zeichnete sich ab, dass ich bei den Prüfungen teilweise nicht keine genügende Note erreichen würde. Nicht zuletzt hatte ich in den vergangenen Monaten sehr häufig Kopfschmerzen/Migräne. Dies alles führte dazu, dass meine Motivation auf dem Nullpunkt angelangt war und ich mich während den Festtagen nicht dazu aufraffen konnte, die verbleibenden Arbeiten in Angriff zu nehmen.
In anbetracht meines nicht mehr Jugendlichen Alters kam ich zum Schluss, dass eine Weiterführung für mich keinen Sinn mehr macht. Wenn ich erst 25-30 Jahre alt wäre, hätte ich wohl trotz der Schwierigkeiten weitergemacht und das Studium gestreckt anstatt gleich ganz aufzugeben. Aber diese Option erachtete ich als nicht zweckmässig.

Ende November bekam ich die Zusage für eine neue Stelle, auf die ich mich beworben hatte. Ich bin froh, bald vom jetzigen Arbeitsort weg zu kommen. Der neue Arbeitsort liegt näher von meinem Wohnort und ich kann leichter mit dem ÖV pendeln. Da die Anfahrt eher länger und natürlich weniger flexibel als mit dem Auto sein wird, werde ich aber die Verfügbarkeit und Kosten eines Parkplatzes abklären. In den letzten Jahren habe ich mich sehr ans pendeln mit dem Auto gewöhnt und schätze es, im Winter oder bei Regen/Sturm nicht auf den Bus bzw. den Zug warten zu müssen. Zudem habe ich im Auto stehts (m)einen garantierten Sitzplatz, was im ÖV während den Stosszeiten überhaupt nicht gewährleistet ist.
Ich hoffe, dass ich mich an der neuen Stelle wohlfühlen werde und es nicht kurzum ähnliche Differenzen geben wird, wie sie bei der jetzigen Stelle vorkamen. Das Pensum werde, welches ich wegen dem dann noch aktiven Studiums auf 80% beantragt hatte, werde ich für den Anfang so belassen. Allenfalls werde ich es nach den ersten paar Monaten erhöhen. Für die Einarbeitungszeit bin ich froh, dass ich nicht täglich hinfahren muss und mehr Zeit für private Angelegenheiten besteht.
Was die Aufgaben anbelangt, wird das Stellenprofil etwas anders sein, als meine jetziges. Insbesondere werde ich praktisch nie zu irgendwelchen Kunden fahren müssen. Ob ich mehr oder weniger am Telefon sein muss, kann ich noch nicht abschätzen. Ich hoffe, es wird etwas weniger sein, käme aber damit klar, wenn dies etwa im gleichen Rahmen wäre wie jetzt.

Donnerstag, August 03, 2023

Arbeitgeberwechsel

Die Firma, wo ich arbeite, wurde vor kurzem an einen neuen Besitzer übergeben. Der bisherige Chef arbeitet ab sofort nur noch auf Stundenbasis, wenn es nötig ist. Der neue Geschäftsführer wird nur 1-2 mal pro Woche anwesend sein. Diese Tatsachen verunsichern mich sehr, was die kommende Zukunft anbelangt.

Schon seit Anfang Jahr, wusste ich manchmal nicht, was ich gegenüber Kunden tun oder sagen sollte, wenn der Chef nachmittags abwesend war und ich nicht weiter wusste oder sie explizit ihn verlangten. Offiziell sollte ich so reagieren, als sei er unterwegs oder bei einem Kunden, was mir nicht sonderlich behagte, weil ich es gar nicht mag, anderen etwas vorzumachen. So ähnliche Situationen wird es vermutlich weiterhin geben.

Mit dem neuen Chef konnte ich bisher nur einmal persönlich sprechen. Das war an einem Abend nach Ende meiner offiziellen Arbeitszeit, als ich eigentlich schon hätte weg sein müssen für einen privaten Termin. Ich fühlte mich äusserst unwohl und innerlich gestresst, was eine gänzlich schlechte Voraussetzung dafür war.

Diese Firmenübergabe ist mir völlig unsympathisch. Offen gestanden wäre es mir im Grunde genommen lieber gewesen, wenn der Chef meiner Kollegin und mir gekündigt hätte und im gleichen Zug die Verträge zu den noch verbliebenen Firmenkunden hätte auslaufen lassen. Aber dazu ich hatte ich eben nichts zu sagen; und umgekehrt von mir aus künden ohne einen neuen Arbeitsvertrag zu haben, wollte ich auch nicht wegen den Konsequenzen, die es dadurch bei der folgenden Stellensuche nach sich gezogen hätte.

Ob sich meine persönlichen Ängste bewahrheiten werden, wird sich zeigen. Eines weiss ich aber mit Bestimmtheit: Ich werde mich in Zukunft noch weniger leicht als in der Vergangenheit krank melden und häufiger bei mangelnder Gesundheit zur Arbeit fahren wegen dem Wissen, dass sonst meine Kollegin alles alleine machen muss oder die nicht vor Ort befindlichen personen um Unterstützung bitten muss. 
Diese Selbsaufopferung wird mich aller Voraussicht nach psychisch sehr stark belasten wird, auch und gerade ausserhalb der Arbeitszeit. Wie lange das wohl gut gehen wird???