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Donnerstag, September 18, 2025

Finanzieller Engpass und neuer Job

Nachdem ich über ein Jahr auf Stellensuche war und Taggelder von der Arbeitslosenkasse erhielt, sind meine laufenden Bankkonti fast leer. Das fühlt sich echt 'beschissen' an. Man weiss, dass man sich eigentlich überhaupt nichts ausser dem alltäglichen leisten kann, und doch kommt man immer wieder in die Versuchung, gelegentlich etwas zu kaufen, was eigentlich das Budget überschreitet. Dies insbesondere dann, wenn man weiss, dass der Kauf ohnehin in absehbarer Zeit notwendig wird. Ausgaben wie die Verlängerung eines Abos oder die Jahresprämie einer Versicherung können einen auch arg in Schwierigkeiten führen, weil es sich dabei mitunter um nicht ganz kleine Beträge handeln kann. Dasselbe trifft auf medizinische Kosten zu.
Mittlerweile bin/war ich trotz Arbeitslosengeld nicht mehr weit davon entfernt, mich auf dem Sozialamt melden zu müssen.

Anfang Monat habe ich allerdings bei einer neuen Stelle angefangen und so wird die Situation Anfang nächsten Monat ein klein wenig besser aussehen und sich hoffentlich in den kommenden 2-3 Monaten weiter stabilisieren.

In der Vergangenheit war ich schon zweimal ähnlich lange auf Stellensuche und einmal wurde es auch ziemlich knapp, bevor ich eine neue Stelle antreten konnte. Damals hatte ich allerdings noch kein eigenes Auto, das ich finanzieren musste, sondern konnte im Gegensatz mein Abo des Öffentlichen Verkehrs aufgeben und erhielt pro rata temporis noch ein wenig Geld zurück. Mit einem Auto geht das natürlich nicht, ausser man verkauft es - und das wollte ich (noch) nicht machen. Jetzt bin ich froh darum, denn das Pendeln mit dem ÖV wäre recht mühsam, weil ich 4 mal umsteigen und am Morgen bereits um 6:05 an der Bushaltestelle sein müsste, um rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein, wobei es am Montag trotzdem knapp würde, weil dann jeweils eine kurze Teambesprechung vor dem offiziellen Arbeitsbeginn (Blockzeit) stattfindet. Insofern fahre ich doch lieber mit dem Auto hin.

Mittwoch, November 02, 2022

Brillen und zunehmende Sehschwäche

Schon als kleines Kind im Kindergarten hatte ich eine Brille. Damals fand ich sie aber unnötig und lästig - weil ich ohne sie genausogut sah - und legte sie deshalb immer wieder irgendwo hin. Einmal legte ich sie draussen auf den Boden, wo mein Vater sie später kaputt wiederfand, weil ich sie dort vergessen hatte. Er war sehr in dem Moment recht böse auf mich, weil sie doch ziemlich teuer war.

Als ich in der vierten Klasse war, kam es erneut dazu, dass ich wieder eine Brille haben sollte. Ich entschied mich für eine zweifarbige Fassung. Beim einen Auge war sie rot, beim anderen Auge grün - ich weiss aber nicht mehr, welche Farbe bei welchem Auge war. Wie auch immer, in gewisser Hinsicht freude ich mich auf die fertige Brille.

Leider waren die produzierten Gläser so, das sich bei dem von mir gesehenen Bild (an den Brillenrändern) Wellenlinien bildeten, wenn ich den Kopf von links nach rechts bzw. umgekehrt schwenkte. Die Gegenstände bewegten sich quasi nach unten bzw. nach oben, und dies mehrfach. Das äusserte ich auch gleich zu beginn so. Der Optiker sagte aber, es sei wegen der Korrektur normal, dass das Bild innerhalb der Brille nicht mit dem Bild ausserhalb der Brille übereinstimme. Sowohl er als auch meine Eltern sagten, meine Augen müssten sich halt erst daran gewöhnen. Das mit der Abweichung konnte ich nachvollziehen und ich hätte es auch akzeptieren können, wenn es nur EINEN Sprung pro Brillenrand gegeben hätte. Die wellenförmige Verschiebung innerhalb der Brille war meiner Meinung aber nicht normal.

Trotzdem bemühte ich mich diesmal, die Brille regelmässig aufzusetzen. Aber es kam, wie es kommen musste: meine Augen - oder wohl eher mein Gehirn - konnte sich nicht daran gewöhnen. Es war mir über längere Zeit hinweg jeweils schlicht zu anstrengend, auf diese Weise sehen zu müssen. So zog ich es schliesslich doch wieder vor, die Brille nicht zu nutzen. Mein Vater war zwar irgendwie sauer, sagte aber diesmal nicht viel. Ich blieb dann wieder mehrere Jahre ohne Brille.

Während meiner Berufslehre begann ich, Fahrstunden zu nehmen. Dabei stellte ich fest, dass ich manche Verkehrstafeln auf die Weite nicht gut erkennen konnte. So entschied ich mich von mir aus dazu, einen Augentest machen zu lassen und wieder eine Brille zu kaufen. Der Augenarzt gab mir damals in Bezug auf die weitere Zukunft keine gute Prognose. Ich weiss nicht mehr genau, was er sagte, aber jedenfalls erwähnte er die Möglichkeit einer vollständigen Erblindung. Als ich später meine fertige Brille erhielt, bestätigte sich rückwirkend mein Eindruck aus der vierten Klasse: Wellenlinien müssen sich nicht ergeben, wenn die Brillengläser richtig gefertigt sind. Und da ich mit dieser Brille tatsächlich besser sah, nutzte ich sie regelmässig.

Bis vor etwa 2 Jahren hatte ich in Folge praktisch immer eine Brille auf der Nase, wenn ich nicht gerade am schlafen, am duschen oder im Schwimmbad war. Vor etwa 6 Jahren kaufte ich mir zwar eine Brille, die mir im Bereich der Ohren nach jeweils 3-4 Stunden Schmerzen verursachte. Weil ich aber gleichzeitig eine zweite Brille gekauft hatte und bei dieser die Schmerzen geringer waren, nutzte ich in Folge mehrheitlich jene und die andere nur selten. Irgendwann bekam ich dann aber mehr Schwierigkeiten beim Lesen von längeren Texten. Die Buchstaben sah ich teilweise verschwommen oder undeutlich. Irgendwann merkte ich, dass die Probleme ohne Brille kleiner sind und begann damit, die Brille beim Lesen zur Seite zu legen.

Im Verlauf dieses Jahres merkte ich, dass ich auch in die Ferne mit der Brille nicht mehr gleich gut sehe wie früher. Zunächst dachte ich, dass sich meine Sehstärke verändert hat und deshalb eine neue Brille nötig ist. Es stellte sich aber heraus, dass dem nicht so ist. Tests in der Augenklinik ergaben eine nur geringfügige Änderung der Sehstärke. Auch sonst wurde nichts gefunden, was die von mir subjektiv empfundene Verschlechterung begründen würde. Seit etwa 3-4 Monaten habe ich zwar eine neue Brille, sehe mit dieser aber nicht besser als mit der vorherigen.

Meine Befürchtung ist nun recht gross, dass sich die Aussage des Augenarztes bei der damaligen Untersuchung zumindest teilweise bewahrheiten könnte und ich in wenigen Monaten oder Jahren nur noch sehr schlecht sehe.

Freitag, Oktober 21, 2022

Angebot für Finanzierung eines potenziellen Eigenheims

Neulich hatte ich bei meiner Hausbank eine Anfrage für eine Hausfinanzierung eingereicht. Es ist zwar nicht so, dass ich ganz klar die Absicht habe oder hatte, demnächst ein Haus zu kaufen. Aber es interessierte mich einfach, wie hoch die maximale Hypothek wäre, welche mir die Bank anbieten könnte.

Gestern lag die Rückmeldung dazu im Briefkasten. Ich bin zwar nicht sonderlich überrascht über den angebotenen Betrag für eine Hypothek, hatte aber doch insgeheim gehofft, es würde mehr sein. Der Betrag reicht gerade mal für eine durschnittliche 3 1/2 oder eher unterdurchschnittliche 4 1/2 Wohnung. Keinesfalls könnte ich mir damit aber ein - wenn auch bescheidenes - Haus in halbwegs gutem Ausbaustandard leisten, es stünden lediglich einige sehr alte Häuser mit Sanierungsbedarf zur Auswahl.

Donnerstag, Juli 21, 2022

Autoleasing

Inzwischen habe ich mich für ein neues Auto entschieden. Zuerst wollte ich dieses kaufen gegen Bezahlung des vollen Kaufpreises mit Anrechnung des Wertes meines jetzigen Autos. Dann stellte ich fest, dass ich danach im wahrsten Sinne des Wortes pleite wäre. Zwar hätte mir meine Mutter finanziell aushelfen können. Der Gedanke daran, dass mein Bankkonto über einige Zeit stets auf tiefem Niveau wäre, machte mir jedoch zu schaffen. Zudem war kürzlich eine unplanmässige Bestellung von Computerzubehör nötig, weil das alte defekt ist. Eine Kreditkartenrechnung, die ich in meiner Ausgabenprognose noch nicht berücksichtigt hatte, hätte das erforderliche Darlehen für den Kauf des Autos entsprechend erhöht. Nicht zuletzt gab es ein Problem bezüglich eines Sparkontos bzw. dessen Karte für den Bargeldbezug. Ich wusste den PIN nicht mehr und musste nach dreimaliger Falscheingabe eine neue Karte beantragen. Bis zum Termin der Fahrzeugübergabe hätte zwar das Geld bestimmt beziehen können, aber die Situation machte mich unruhig.

Der Autohändler seinerseits tendierte von anbeginn an auf Leasing, er war sogar überrascht, als ich von Barkauf redete. Für mich ist schon klar, warum. Die Garage hat eine planungssichere Einnahme auf mehrere Jahre hinaus - Dienstleistungspaket vorausgesetzt - und kann zudem mit der regelmässigen Durchführung des Service rechnen, was im Hinblick auf die Angestellten ein Vorteil ist. Wenn man als Leasingnehmer zudem die Partner-Versicherung der Garage wählt, können sie zudem sicher noch von einer Provision profitieren. Es würde mich sehr interessieren, wie hoch diese ist.

Eigentlich hatte ich früher nie vor, ein Auto zu leasen. Allerdings sind die zusätzlichen Dienstleistungen, die mir im Rahmen des Leasings angeboten werden, nicht zu verachten. Insbesondere der in der höchsten Stufe angebotene Hol- und Bring-Service sowie ein kostenloses Ersatzfahrzeug während Wartungszeiten können für meinen aktuellen Job - in anbetracht des Arbeitswegs - einen entscheidenden Vorteil sein. Wenn bei meinem derzeitigen Auto der Service anstand bzw. einmal der Vorführtermin, musste ich entweder mit dem ÖV zu meiner Mutter fahren, um ihr Auto nutzen zu können, und dieses später wieder zurückbringen, oder ich musste beim Chef beantragen, von Zuhause aus arbeiten zu dürfen. Im zweiten Fall, muss ich nach der Fahrzeugabgabe zu fuss von der Garage zurück und am Abend wieder zu fuss in die Garage. Ein Ersatzauto von der Garage gegen Bezahlung war mir jeweils zu teuer. Auch die via Dienstleistungsrate inbegriffene Einlagerung der Räder ist nicht zu verachten. Leider erkauft man sich diese Dienstleistungen recht teuer. Ob sich das wirklich auszahlt, bleibt eine grosse Frage. Unkomplizierter wird es so aber allemal.

Die eigentliche Finanzrate hält sich in Grenzen. Aufgrund der integrierten Dienstleistungen ist der Zinsatz tiefer und mit der fast maximal möglichen Sonderzahlung ist der Finanzierungsbetrag entsprechend kleiner. Und durch die Wahl der bereits oben erwähnten Partner-Versicherung der Garage ist der Zinssatz noch tiefer.
Wegen des finanzellen Fehlbetrags für einen Barkauf habe ich noch Alternativen in Betracht gezogen. Zuerst habe ich mir die Belastung einer Kreditkarte mit Rückzahlung innerhalb von maximal 6 Monaten überlegt. Das habe ich aber schnell wieder verworfen in anbetracht des angegebenen Jahreszinssatzes von bis zu 12%. Eine weitere Variante wäre die einfache Überziehung des Lohnkontos gewesen. Da aber die Bank den Zinssatz dafür nicht angibt, sondern nur von "marktüblich" schreibt und zudem nur eine kurzfristige Überziehung erlaubt - was auch immer das bedeutet - war ich nicht bereit, mich auf einen Versuch einzulassen.

Alles in Allem hoffe ich nun, dass ich meinen Entscheid zum Leasing nicht schon nach 1-2 Jahren - oder spätestens beim Ende des Leasingvertrags - bereuen werde.

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Nachtrag: Doch kein Leasing

Nachdem ich den Vertrag erhalten hatte, versäumte ich es zunächst, die Allgemeinen Bedingungen durchzulesen und überprüfte nur ob die mündlich abgemachten Konditionen. Als ich schliesslich die Bedingungen las, kriegte ich "kalte Füssse", wie man so schön sagt. Einige Klauseln waren/sind derart einseitig zugunsten des Leasinganbieters formuliert, dass ich diese nicht akzeptieren konnte. Wenige Tage später teilte ich dem Autoverkäufer mitt, dass ich das Fahrzeug kaufen statt leasen will. Er stellte den neuen Vertrag aus, den ich sogleich unterschrieb.