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Montag, April 21, 2025

Frustrierende Stellensuche trotz Arbeitskräftemangel in Firmen

Seit ca. einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem neuen Job. Ich hatte zwar ein paar wenige Bewerbungsgespräche, aber leider hat sich daraus jeweils nichts ergeben. Bezüglich dem letzten Gespräch (erste Runde) warte ich noch auf eine Rückmeldung.

Ganz offensichtlich zähle ich nicht (mehr) zu den Wunschkandidaten. Ein nicht unwesentlicher Grund spielt wohl mein Alter, gehöre ich doch mittlerweile eindeutig nicht mehr zu den Jungen. Und die Berufserfahrung zählt in der heutigen Zeit leider oftmals weniger als Agilität, Flexibilität, Schnelligkeit und Lernfühigkeit. Das sind alles Faktoren die man bei Personen in fortgeschrittenem Alter weniger erwarten kann als bei Studien- oder Lehrabsolventen.

Mittlerweile geht mir das Ganze ziemlich auf die Nerven. Ich sehe ja ein, dass ich mich weiterhin um eine neue Stelle bemühen muss, aber nach mehreren Dutzenden von Absagen ist meine Motivation nicht mehr besonders gross. Am liebsten würde ich mich frühpensionieren lassen; aber dafür bin ich wiederum doch noch deutlich zu jung. Das würde finanziell nicht funktionieren.

Viele Firmen suchen verzweifelt nach 'fähigem' Personal, wenn es dann aber darum geht, jemanden anzustellen, sind sie dann doch sehr wählerisch und kompromisslos. Irgendwie passt das aus meiner Sicht nicht zusammen. Menschen sind nun mal keine Maschinen und nicht fehlerlos. Man kann nicht erwarten, dass immer alles perfekt läuft und jemand zu 100% passt. Aber genau dies wird scheinbar von so manchem HR-Veranwortlichen und/oder Abteilungsleiter gewünscht resp. erwartet. So stellen sie lieber niemand neues an als eine Person, betreffend derer sie sich unsicher sind. Einfach mal jemandem eine Chance geben? Nein, das kommt nicht in Frage. Die Folgen der überhöhten Erwartungen tragen die Arbeitslosenkassen, die IV oder schliesslich die Sozialhilfe und damit letztendlich die Allgemeinheit bzw. die Steuerzahler.

Ein Stück weit kann ich die Firmen durchaus verstehn - ihr Geschäft muss ja rentieren, wenn Verluste resultieren ist das schlecht. Gesamtgesellschaftlich wäre es aber sicher besser, wenn auch die Benachteiligten/Schwachen eine faire Chance für eine Anstellung erhalten würden und diese nicht einfach aufs Abstellgleis geschoben würden. Ich wünschte mir sehr, dass seitens der Politik die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen würden, so dass Firmen, welche nachweislich nicht die jeweiligen Top-Kandidaten einstellen, eine Gegenleistung und damit einen echten Mehrwert erhalten würden. Nur so könnte die Anzahl der Lanzeitarbeitslosen und IV-Bezüger vielleicht permanent gesenkt werden. Das könnte wiederum einen positiven Effekt auf die landesweiten Gesundheitskosten haben und dafür sorgen, dass die Krankenkassenprämien nicht jedes Jahr steigen müssten. Aber ich befürchte, dass diese Hoffnung eine Vision bleibt und nicht von vielen Menschen unterstützt würde, wenn eine entsprechende Abstimmung vors Volk käme.

Freitag, Februar 07, 2025

Die USA und Donald Trump

Dass im November des letzten Jahres Donald Trump erneut gewählt werden würde, hatte ich im längere Zeit vorher nicht für möglich gehalten. Kurze Zeit im Voraus schloss ich es zwar nicht mehr aus, hatte aber doch gehofft, dass die Mehrheit dagegen wäre und endlich Mal eine Frau das höchste Amt des Landes erhalten würde. Aber am Ende konnte sich Trump tatsächlich wieder den Sieg bei der Präsidentenwahl sichern und dies sogar recht deutlich. An reine Nächstenliebe seitens der Wähler oder Mitleid mit dem rechtskräftig verurteilten Straftäter kann ich nicht glauben.

Im Nachgang wurde von vielen Nicht-Amerikanern der Zerfall der USA oder sogar der Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft prognostiziert. Diese Aussagen hielt und halte ich für reine Polemik oder Schwarzmalerei. Immerhin hat Trump bereits einmal vier Jahre regiert und weiss in etwa, wie der Hase läuft bzw. worauf es ankommt. Ausserdem ist er ein paar Jahre älter - und vielleicht sogar reifer - geworden. Absolut Grottenschlecht wird er es schon nicht machen, obschon auch ich etwas Bedenken habe was die nächsten paar Jahre betrifft.

Nebenbei bemerkt: Falls der "Letzte Tag" bzw. umgangssprachlich der Weltuntergang, wie von manchen Leuten prophezeit, eher morgen als in ein paar Jahren, Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten sein wird, spielt das alles wohl eh keine Rolle mehr. Die Wahl von Trump wäre dann vergleichsweise etwa wie wenn ein Fussballer, der sehr lange nur auf der Ersatzbank sass, eine oder zwei Minuten vor dem Schlusspfiff noch aufs Feld darf.

Hand aufs Herz; eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Trump haben die Demokraten nicht aufgestellt, sonst wäre ein Sieg ihrer Partei durchaus möglich gewesen. Kamala Harris war eben bei zu vielen Personen umstritten. Wie dem auch sein, Trump ist jetzt wieder Präsident der USA und die Zukunft wir zeigen, wie gut - oder schlecht - er es drauf hat.

Freitag, Juli 12, 2024

Europa im Fussballfieber

Wieder einmal ist es soweit - am kommenden Sonntag wird entschieden, ob Spanien oder England die Europameisterschaft gewinnen wird. Viele Leute werden das Spiel bei einer Live-Übertragung verfolgen. In vielen Wohnzimmern und bei Public Viewings werden manche beim einen oder anderen Goal jubeln oder entsetzt aufschreien. Nach dem Spiel wird es wiederum jene geben, die mit ihren Autos hupend durch die Strassen fahren und andere, die mit einer offensichtlichen Alkohlfahne gröhlend durch die Strassen torkeln. Nicht zuletzt wird es auch die eine oder andere grosse Feier geben.

Während den vergangenen Wochen gab es Panini Bilder (oder wie die heute heissen) zu kaufen und in manchem Geschäft gab es besondere Produkte, wie z.B. kleine Fussball-Brötchen, Fahnen und T-Shirts mit den Flaggen der teilnehmenden Länder. Vielleicht gab es sogar eine "EM-Suppe" zum Mittagessen in einem Restaurant oder ähnlich Sonderbare Ideen. Anders gesagt, im Fussball-Eifer steckt enorm viel Geld und jeder tüchtige Geschäftsmann versucht, das beste daraus herauszuholen.

Die Spiele der vergangenen Wochen habe ich weniger intensiev verfolgt als in anderen Jahren; das meiste ging an mir vorbei, ohne dass ich weiter davon Notiz genommen hatte. Selbst die Spiele unserer Nationalmannschaft habe ich nicht wirklich verfolgt - bei einem schaute ich bis zur Pause zu, schaltete dann aber auf einen anderen Sender um und als sie im Achtelfinal spielten interessierte mich das Resultat nach dem Ende des Spiels, weil ich ahnte, dass sie gewonnen hatten - aufgrund der ungewöhnlich vielen Ausrufe in der näheren Umgebung - und deshalb das Ergebnis kurz im Teletext nachschaute, weil der Rückblick der Kommentatoren schon vorbei war.

Nebenbei bemerkt: den Teletext finde ich im Prinzip eine super Sache. Allerdings rechne ich schon seit Jahren damit, dass dieser irgendwann abgeschaltet wird. Das vorletzte Mal, dass ich ganz bewusst etwas darin nachschaute, ist sicher mehr als fünf Jahre her, vermutlich sogar mehr als zehn. Ganz ehrlich ... wer benötigt denn heute nebst Internet auf Laptop, PC oder Mobiltelefon ernsthaft noch den Teletext? Interessant finde ich das Konzept des Teletexts aber nach wie vor.

Zurück zum Thema Fussball: Welche Mannschaft im Final die besseren Chancen haben wird, kann und will ich nicht beurteilen. Vermutlich werde ich das Ergebnis auch erst wieder im Nachhinein anschauen. Im Gegensatz zu manch anderem Länderduell, das möglich gewesen wäre, habe ich auch keinen Favoriten. - Spanien ist mir sympathisch, weil es mich an Sonne und Strand erinnert und wegen dem grundsätlich südländischen Flair der Einwohner. England wegen mag ich wegen dem Könighaus und dessen Geschichten sowie wegen der Korrektheit (förmlich und eher distanziert) der Leute. Selbstverständlich sind das in beiden Fällen Stereotypen, die längstens nicht auf Alle zutreffen. Ich will damit letztlich aussagen, dass ich beiden Ländern den Sieg im EM-Final gönnen würde.

Das Ganze drum herum bezüglich Fussball und der Meisterschaft finde ich im Prinzip ganz ok, obschon ich manche Fans als extrem oder fanatisch bezeichne. Aber es ist wichtig für die Jungen, dass sie ihren Idols nacheifern können und Fussball zu spielen ist allemal eine sinnvollere Tätigkeit, als gewisse andere (ich will hier keine namentlich aufführen). Und nicht zuletzt ist es wichtig, dass die Jungen lernen, fair gegenüber anderen zu sein und erkennen, dass nicht alle gewinnen können; denn ohne Verlierer gäbe es auch keine Gewinner. Diese Erkenntnis wäre übrigens auch in der Wirtschaft wünschenswert, nur leider fehlt sie gerade dort fast immer. Alle erwarten, dass es andauernd nach oben geht (Börsenwerte, finanzieller Erfolg) jeder noch so kleine Verlust wird als absolute Katastrophe gesehen.

Punkto Verlust mache ich nochmals einen Sprung zurück zum Fussball. Etwas, was ich immer eher kritisiere ist der Hang, den Trainer einer Nationalmannschaft abzusetzen oder zu drängen, seinen Job aufzugeben, wenn die Mannschaft ein gewisses Ziel nicht erreicht. So habe ich heute in einem öffentlichen Verkehrsmittel beiläufig eine kurze Nachricht gelesen, dass anscheinend der englische Nationaltrainer nun doch bleiben soll, nachdem die Mannschaft es in den Final geschafft hat. Da fragte ich mich gleich, warum er denn hätte ersetzt werden müssen, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre. Aber dafür fehlt mir wohl einfach das Verständnis.

Eine Anekdote will ich zum Schluss noch erwähnen, wobei sie nur teilweise mit der Fussball-EM zusammenhängt: Praktisch neben dem Haus, in dem meine Wohnung ist, wurde vor einiger Zeit ein neues Restaurant eröffnet. Nach einem der Fussballspiele fühlte ich mich spätabends wegen dem Geschrei von draussen gestört. Ich hatte angenommen, dass einige Nachbarn auf dem Sitzplatz sassen und sich noch über das Ergebnis "ihrer" Mannschaft freuten. Als ich schliesslich vom Balkon aus herunterschaute, war dort jedoch niemand zu sehen. Einige Tage später gab es wieder am Abend ein Geschrei zu später Stunde. Gestern Abend schliesslich begab ich mich noch auf den Balkon, um die schöne Abendstimmung zu geniessen. - Und da ist es mir so richtig aufgefallen: Der Lärm kam nicht etwa von den Nachbarn, sondern aus dem Restaurant. Offenbar war dort an den beiden Abenden der Fernseher gelaufen, was das Geschrei verursacht hatte. Gestern waren die Geräusche im Gegensatz dazu recht gemässigt, aber doch gut hörbar.
Das Fazit davon: Auch ohne Fussball EM werde ich in Zukunft an schönen Abenden bis mindestens um Mitternacht nicht wirklich Ruhe haben, wenn ich auf dem Balkon sitze.

Freitag, April 05, 2024

Vergangene Abstimmung zur 13. AHV-Rente

Vor wenigen Wochen haben die Schweizer die Initiative zur 13. AHV-Rente angenommen. Darüber wollte ich eigentlich schon im Vorfeld etwas schreiben, aber ich war zu sehr mit anderem beschäftigt und habe es deshalb schliesslich sein gelassen.

In den Medien war viel darüber diskutiert worden. Objektiv konnte ich sowohl die Befürworter als auch die Gegner verstehen. Beide Seiten hatten plausible Gründe für Ihre Haltung. Persönlich war ich auf der Seite der Gegner. Einerseits finde ich den Zeitpunkt schlecht gewählt und andererseits bin ich der Meinung, dass es bessere Lösungen gegeben hätte. Denn im Prinzip ist es wie bei Lohn - ob der Jahreslohn durch 12 oder 13 aufgeteilt wird, spielt im Endeffekt keine Rolle, wenn man diesen richtig einteilt. Und ich fand es insbesondere schlect, denjenigen mit der maximalen AHV-Rente am meisten zusätzliches Geld zugute kommen zu lassen und Personen mit der minimalen AHV-Rente nur die Hälfte davon - den genauso ist das Verhältnis bereits bei den übrigen monatlichen Rentenzahlungen.
Randbemerkung: Dieser Tatbestand war mir erst im Rahmen des Abstimmungsdebatte bekannt geworden; ich hätte gemeint, dass der Unterschied noch grösser als 1:2 wäre.

Nun gut, jetzt ist es entschieden, und das Parlament wird nun den Entscheid entsprechend umsetzen müssen. Die Hauptfrage ist nach wie vor: Wie soll das finanziert werden. Dazu will ich mich nicht konkret äussern, ich denke allerdings, dass es unklug wäre, nur an einem Hebel anzusetzen.

Aber nochmals zurück zur Frage nach der Verteilung der AHV-Renten. Aus meiner Sicht sollte jede Rentnerin und jeder Rentner genau gleich viel erhalten unabhängig davon, wie viel er/sie jeweils verdient hat - sofern jedes Jahr der definierte Mindestsatz einbezahlt worden war. Beim Sterben sind auch alle gleich; niemand kann etwas mitnehmen. Dem könnte man doch bei der AHV schon Rechnung tragen. Für eine lohnabhängige Vorsorge gibt es die BVG und bei Bedarf die 3. Säule. Wenn bei der 1. Säule der Betrag für alle gleich hoch wäre, müssten Personen aus Billiglohnsegmenten vermutlich nicht so sehr leiden wie es heute ist - denn die übrigen sind ja auch daran interessiert, eine angemesssene Grundrente zu erhalten, wenngleich das von wegen der ursprünglich beabsichtigten 60 % des letzten Lohnes eine Illusion ist oder nur für sehr wenige zutreffen könnte.

Ich bin nun sehr gespannt, was die Politiker bei der geplanten BVG-Revision vorlegen werden und hoffe, dass das die kommende 13. AHV-Rente nicht für manche Personengruppen (namentlich teilzeitarbeitende Frauen) mit einem Schuss nach hinten enden wird.

Montag, März 27, 2023

Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag

Heute Nachmittag war ich bei meiner Hausärztin. Der Zweck des Termins war, dass ich Sie um eine Bestätigung meiner ASS-Diagnose bitten wollte/musste.

Geredet haben wir aber die meiste Zeit über die Patientenverfügung, die ich als Kopie dabei hatte. Was sie mir dabei sagte, überraschte mich zum Teil sehr. Mir war zwar bewusst, dass es Unterschiede zwischen einer Akutsituation (Notfall) und anderen Ausgangslagen gibt und dass die eigenen Wünsche in Abhängigkeit davon formuliert werden sollten. Manche Aspekte waren mir aber waren mir aber in dem Ausmass, wie sie es mir erklärt hat, nicht bewusst.

Jedenfalls empfahl sie mir, einzelne Punkte der Patientenverfügung abzuändern und ihr später eine Kopie der definitiven Fassung zu übergeben.

Was mich aber noch mehr geschockt hat, war die Aussage, dass der Vorsorgeauftrag nicht anerkannt werde, wenn er nicht notariell beglaubigt sei. Überall steht, dass dies nicht nötig sein, wenn man diesen vollständig handschriftlich verfasst. Offenbar reicht das aber oftmals nicht, vor allen dann nicht, wenn die Datierung zu lange zurück liegt. Schon 2-3 Monate darüber können theoretisch reichen, dass in anbetracht einer veränderten Situation der Vorsorgeauftrag durch die KESB in Frage gestellt bzw. abgelehnt werden könne, wenn er nicht notariell beglaubigt sei.

Das Problem finde ich nicht die notarielle Beglaubigung an sich, sondern die Tatsache, dass ich dafür in irgendeinem Büro gehen muss - natürlich zu Bürozeiten - und dass das Ganze dann auch noch einiges kostet. Und was habe ich selbst letztlich davon? Eigentlich nichts, ausser dass eine andere Person offiziell die finanziellen Belange für mich regeln darf, falls ich irgendwann nicht dazu in der Lage bin. Das ist meiner Meinung nicht nur eine eigentliche Paragraphenreiterei, sondern schlichtweg Schikane. In dem Moment habe ich mich echt gefragt, ob ich zukünftig nicht auf eine Regelung verzichten soll. Wenn sich die KESB so leicht über ein schriftliches Dokument hinwegsetzen kann, können sie doch gleich von sich aus entscheiden. Dann entfallen vorgängig wenigstens die Notariatsgebühren.

Montag, Februar 20, 2023

Zeit

Im letzten Eintrag habe ich von 'keine Zeit' geschrieben. Zeit ist eigentlich ein sehr weiter Begriff mit zwei Hauptbedeutungen. Man könnte diese zwei sicher noch weiter unterteilen. Vielleicht gibt es sogar noch eine weitere Hauptbedeutung, an die ich gerade nicht denke.

Einerseits ist Zeit gleichbedeutend mit Dauer, also eine bestimmte Anzahl Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre. 'Keine Zeit' zu haben ist in dem Sinn eigentlich falsch. Jeder Mensch hat genau gleich viel Zeit, wenn auch nicht bezogen auf die Lebenszeit. Eine Stunde dauert aber für jede Person gleich lange. 'Keine Zeit' bedeutet somit vielmer 'keine freie Zeit' für dieses oder jenes zu haben, weil man mit anderem beschäftigt ist oder einem etwas anderes wichtiger ist. Momentan bin ich mit dem Schreiben dieses Artikels beschäftigt. Insofern habe ich 'keine Zeit' zum Schlafen, obschon es definitiv 'an der Zeit' wäre, ins Bett zu gehen.

Andererseits kann man mit Zeit auch eine Aera oder 'damals' meinen. Damit kann je nach Kontext z.B. die Steinzeit oder das Mittelalter gemeint sein. Oder auch die 50er oder 60er Jahre (des 20. Jahrhunders). Seltener wird Zeit in diesem Sinn auch für 'irgendwann später' bzw. in der Zukunft verwendet. Der Ausdruck 'in jener Zeit' kann sich insofern auf etwas Vergangenes oder auch auf etwas Zukünftiges beziehen, wenngleich ersteres öfters vorkommt.

Freitag, Dezember 30, 2022

Jahresend-Stress

Wie immer war/ist Ende Jahr einiges los. Man dekoriert Zuhause die Wohnräume, organisiert Geschenke für die Liebsten, trifft sich zu Weihnachtsfeiern mit Verwandten, Bekannten sowie allenfalls mit Arbeitskollegen und/oder Kunden. Und schliesslich muss man auch noch die letzten administrativen Belange (z.B. Zahlungen, ggf. Versicherungswechsel etc.) vor dem Jahreswechsel erledigen.

Dass während dieser Zeit (in unseren Breitengraden) die Tage am kürzesten sind, macht das Ganze gefühlt noch schlimmer, und kann einem gewaltig auf die Stimmung schlagen. Dieses Jahr galt wegen der Strommangellage zudem die Devise, auf Weihnachtsbeleuchtung und sonstiges Bling-Bling möglichst zu verzichten, was Städte/Gemeinden, Firmen und Privatpersonen mehr oder weniger ausgeprägt beherzigt haben. Während einige Leute sicher froh darüber waren, haben es andere bedauert. Ich stehe diesbezüglich ein wenig dazwischen. Zwar freute es mich, dass es nicht so viele blinkende Lichter, tanzende/singende 'Weihnachtsmänner' und ähnlich nervöse Dekorationen gab - insbesondere in den Einkaufszentren. Aber ich fand es schade, dass auf die sonst in dieser Zeit an den Strassenlampen montierten Sterne grösstenteils verzichtete. Auch andere (konstante) Lichter, welche die dunkle Zeit ein wenig erhellen, habe ich an manchen Stellen vermisst.

Die Weihnachtszeit war für mich dieses Jahr - der Umstände halber - besonders hektisch und ich fühlte mich ausserordentlich gestresst. Die eigentlich gewünschte ruhige Zeit blieb komplett aussen vor. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich die meiste Zeit allein Zuhause in meinen eigenen vier Wänden geblieben wäre. Aber ich wollte die Leute in meinem Umfeld nicht enttäuschen und fügte mich dem 'Jubel und Trubel'. Ich hoffe, ich kann mich nach dem Jahreswechsel etwas erholen.

Donnerstag, September 08, 2022

Aussergewöhlicher Anlass

Während den letzten Tagen war ich als Teilnehmerin am 11th Assembly des World Council of Churches (WCC ) in Karlsruhe. Der Anlass war sehr interessant mit diversen Vorträgen und Workshops. Es waren Personen aus sehr vielen Ländern anwesend und so bekam man Erfahrungen, Vorschläge und Wünsche aus den unterschiedlichen Regionen der Welt zu hören. Es zeigte mir, dass wir es sowohl wirtschaftlich als auch politisch und rechtlich sehr gut haben im Vergleich zu manch anderen Leuten bzw. Volksgruppen.

Karlsruhe als Stadt hat mir an sich recht gut gefallen, wobei ich Städtereisen generell nicht besonders mag. Letztendlich ist Karlsruhe halt auch 'nur' eine beliebige Stadt, wie jede andere auch: Viele Häuser, viele Strassen, viele Leute und somit (fast) immer irgendwelcher Lärm. Und wie in jeder anderen Stadt muss man sich erst einmal zurechtfinden in dem ganzen Getümmel und mühsam herausfinden, wo eigentlich was ist und wie man wohin gelangt.
Daher bin ich froh, dass ich jetzt dann wieder Zuhause in meinem gewohnten, ländlichen Umfeld sein werde.

Donnerstag, Juni 30, 2022

Corona- Sommerwelle am Kommen

In den letzten paar Wochen fanden sehr viele, teils grössere, gesellschaftliche Anlässe statt. Seien es nun Musikfeste oder Sportveranstaltungen oder auch irgendwelche Vereinsveranstaltungen. Und auch in den kommenden Wochen werden viele solche Veranstaltungen stattfinden. Viele Menschen sind sehr froh darüber, dass das Leben sich wieder normalisiert hat und haben einen regelrechten Nachholbedarf nach zwei Jahren mit grossen Einschränkungen.

... und wieder steigen die Zahlen von Corona-Infizierten - was nicht weiter verwunderlich ist. Da aber im Gegensatz zu den letzten Wellen die Krankheitsverläufe von Betroffenen im Allgemeinen deutlich schwächer ist, wird diesmal nicht gleich wieder alles blockiert mit Schutzmassnahmen. Einige besonders vulnerable Personen sind darüber sicher nicht erfreut, aber auch wenn es an sich wichtig ist, auf die Schwächsten Rücksicht zu nehmen, ist es punkto psychischer Gesundheit sehr positiv, dass nicht alle anderen wieder 'drangsaliert' werden mit Abstandsregelungen, Maskentragpflicht, Zertifikatskontrollen und/oder Kontaktverbot (z.B. in Alters- und Pflegeheimen). Insbesondere in Bezug auf letzteres hat gestern jemand im Radio gesagt: "Wir haben inzwischen gelernt, mit dem Virus zu leben, und nicht den Virus zu bekämpfen." Das ist eine Aussage in der Art, welche die Kritiker der Massnahmen schon lange geäussert bzw. gefordert haben.

Corona wird nicht verschwinden, aber es hat ein Stück weit seine Macht über uns verloren ... endlich! Ich hoffe sehr, dass nicht in wenigen Monaten oder 1-2 Jahren schon wieder eine andere, gefährliche Krankheit unseren Alltag in ähnlichem Ausmass beeinflussen wird. 

Montag, März 28, 2022

Zeitumstellung

Wegen der gestrigen Zeitumstellung kam ich zu spät bei einem Termin an. Das ist nicht das erste Mal und es ist immer wieder ärgerlich. Gestern war es zum Glück nicht weiter tragisch, es gab schon Termine, deren zeitliche Einhaltung wichtiger gewesen wären.

Insofern hoffe ich sehr darauf, dass diese alljährliche Umschalterei möglichst bald ein Ende hat. Persönlich spielt mir dabe auch absolut keine Rolle, ob nun die Standardzeit (=Winterzeit) oder eben die Sommerzeit fix bleiben soll. Entscheidend wäre nur, dass es endlich nicht mehr wechselt.

Donnerstag, März 03, 2022

Tragische Situation in der Ukraine

Was derzeit in der Ukraine läuft, stimmt mich nachdenklich. Es ist tragisch, was in dem Land abgeht. Mit den betroffenen Menschen in der Ukraine sowie den von dort Geflüchteten habe ich grosses Mitleid.

Ich kann (und will) mich aber nicht intensiv mit dem Krieg auseinandersetzen. Das Leben spielt sich für mich nun mal in der Schweiz ab. Von meinem Mich-Informieren hat letztlich keine der Personen dort etwas - sofern ich nicht einfach meinen Job sausen liesse und mich als wohltätige Helferin engagierte. Da ich darin aber vermutlich nicht sehr gut wäre, kümmere ich mich doch besser weiterhin um die mir bekannten Tätigkeiten.