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Montag, April 21, 2025

Frustrierende Stellensuche trotz Arbeitskräftemangel in Firmen

Seit ca. einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem neuen Job. Ich hatte zwar ein paar wenige Bewerbungsgespräche, aber leider hat sich daraus jeweils nichts ergeben. Bezüglich dem letzten Gespräch (erste Runde) warte ich noch auf eine Rückmeldung.

Ganz offensichtlich zähle ich nicht (mehr) zu den Wunschkandidaten. Ein nicht unwesentlicher Grund spielt wohl mein Alter, gehöre ich doch mittlerweile eindeutig nicht mehr zu den Jungen. Und die Berufserfahrung zählt in der heutigen Zeit leider oftmals weniger als Agilität, Flexibilität, Schnelligkeit und Lernfühigkeit. Das sind alles Faktoren die man bei Personen in fortgeschrittenem Alter weniger erwarten kann als bei Studien- oder Lehrabsolventen.

Mittlerweile geht mir das Ganze ziemlich auf die Nerven. Ich sehe ja ein, dass ich mich weiterhin um eine neue Stelle bemühen muss, aber nach mehreren Dutzenden von Absagen ist meine Motivation nicht mehr besonders gross. Am liebsten würde ich mich frühpensionieren lassen; aber dafür bin ich wiederum doch noch deutlich zu jung. Das würde finanziell nicht funktionieren.

Viele Firmen suchen verzweifelt nach 'fähigem' Personal, wenn es dann aber darum geht, jemanden anzustellen, sind sie dann doch sehr wählerisch und kompromisslos. Irgendwie passt das aus meiner Sicht nicht zusammen. Menschen sind nun mal keine Maschinen und nicht fehlerlos. Man kann nicht erwarten, dass immer alles perfekt läuft und jemand zu 100% passt. Aber genau dies wird scheinbar von so manchem HR-Veranwortlichen und/oder Abteilungsleiter gewünscht resp. erwartet. So stellen sie lieber niemand neues an als eine Person, betreffend derer sie sich unsicher sind. Einfach mal jemandem eine Chance geben? Nein, das kommt nicht in Frage. Die Folgen der überhöhten Erwartungen tragen die Arbeitslosenkassen, die IV oder schliesslich die Sozialhilfe und damit letztendlich die Allgemeinheit bzw. die Steuerzahler.

Ein Stück weit kann ich die Firmen durchaus verstehn - ihr Geschäft muss ja rentieren, wenn Verluste resultieren ist das schlecht. Gesamtgesellschaftlich wäre es aber sicher besser, wenn auch die Benachteiligten/Schwachen eine faire Chance für eine Anstellung erhalten würden und diese nicht einfach aufs Abstellgleis geschoben würden. Ich wünschte mir sehr, dass seitens der Politik die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen würden, so dass Firmen, welche nachweislich nicht die jeweiligen Top-Kandidaten einstellen, eine Gegenleistung und damit einen echten Mehrwert erhalten würden. Nur so könnte die Anzahl der Lanzeitarbeitslosen und IV-Bezüger vielleicht permanent gesenkt werden. Das könnte wiederum einen positiven Effekt auf die landesweiten Gesundheitskosten haben und dafür sorgen, dass die Krankenkassenprämien nicht jedes Jahr steigen müssten. Aber ich befürchte, dass diese Hoffnung eine Vision bleibt und nicht von vielen Menschen unterstützt würde, wenn eine entsprechende Abstimmung vors Volk käme.

Freitag, Februar 07, 2025

Die USA und Donald Trump

Dass im November des letzten Jahres Donald Trump erneut gewählt werden würde, hatte ich im längere Zeit vorher nicht für möglich gehalten. Kurze Zeit im Voraus schloss ich es zwar nicht mehr aus, hatte aber doch gehofft, dass die Mehrheit dagegen wäre und endlich Mal eine Frau das höchste Amt des Landes erhalten würde. Aber am Ende konnte sich Trump tatsächlich wieder den Sieg bei der Präsidentenwahl sichern und dies sogar recht deutlich. An reine Nächstenliebe seitens der Wähler oder Mitleid mit dem rechtskräftig verurteilten Straftäter kann ich nicht glauben.

Im Nachgang wurde von vielen Nicht-Amerikanern der Zerfall der USA oder sogar der Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft prognostiziert. Diese Aussagen hielt und halte ich für reine Polemik oder Schwarzmalerei. Immerhin hat Trump bereits einmal vier Jahre regiert und weiss in etwa, wie der Hase läuft bzw. worauf es ankommt. Ausserdem ist er ein paar Jahre älter - und vielleicht sogar reifer - geworden. Absolut Grottenschlecht wird er es schon nicht machen, obschon auch ich etwas Bedenken habe was die nächsten paar Jahre betrifft.

Nebenbei bemerkt: Falls der "Letzte Tag" bzw. umgangssprachlich der Weltuntergang, wie von manchen Leuten prophezeit, eher morgen als in ein paar Jahren, Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten sein wird, spielt das alles wohl eh keine Rolle mehr. Die Wahl von Trump wäre dann vergleichsweise etwa wie wenn ein Fussballer, der sehr lange nur auf der Ersatzbank sass, eine oder zwei Minuten vor dem Schlusspfiff noch aufs Feld darf.

Hand aufs Herz; eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Trump haben die Demokraten nicht aufgestellt, sonst wäre ein Sieg ihrer Partei durchaus möglich gewesen. Kamala Harris war eben bei zu vielen Personen umstritten. Wie dem auch sein, Trump ist jetzt wieder Präsident der USA und die Zukunft wir zeigen, wie gut - oder schlecht - er es drauf hat.

Samstag, Juni 08, 2024

Symposium zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik

Vor einigen Tagen hatte ich einen Newsletter in meinem E-Mail Postfach erhalten, den ich zunächst aus zeitlichen gründen nicht weiter beachtete und deshalb ungelesen liess. Als ich ihn später genauer anschaute, zog ein Hinweis über das "ersten Schweizer Symposium zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik" meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich schaute mir die betreffende Webseite http://www.symposium-2024.ch an. Wenn dort drauf nicht Alt Bundesrat Ueli Maurer beim Video-Rückblick prominent als einer der Referenten gezeigt wäre, hätte ich der Seite vermutlich kaum Beachtung geschenkt. So nahm ich mir aber doch die Zeit, um diesen Video-Rückblick anzusehen. Im Anschluss daran suchte ich im Internet nach Informationen zum Symposium und fand im Wesentlichen einige der Presse-Artikel, die auch auf der Webseite selbst verlinkt sind. Denjenigen der NZZ las ich dann umgehend durch. Diejenigen vom Tagesanzeiger und Der Bund führte ich mir erst beim Schreiben dieses Blog-Eintrags zu Gemüte.

Nachdem ich den Artikel der NZZ gelesen hatte, war mein Interesse genügend geweckt, um einige der zu Youtube verlinkten Referate ganz oder zumindest mehrheitlich anzuschauen. Die medizinischen Ausführungen der zwei Professoren Paul Vogt und Konstantin Beck fand ich sehr interessant, obschon ich absolut nicht vom Fach bin und ich nicht alle Details verstanden habe. Das Referat von Ueli Maurer brachte nicht viel Neues, da das meiste davon bereits im NZZ-Artikel erwähnt war. Das Referat des Rechtsanwaltes Philippe Kruse erschien mir eigentlich nicht so kompliziert, wie es im Artikel von Der Bund erwähnt ist. Allerdings war es mir zu lang und mir fielen schliesslich wiederholt die Augen zu, da es schon spät war.

Das Fazit aus meiner persönlichen Sicht pflichtet der Aussage in Der Bund bei:
Die Veranstaltung war sehr einseitig. Personen, welche die Corona- und Impfpolitik stark befürwortet hatten und/oder es aus heutiger Sicht tun, waren am Symposium nicht präsent, nur die Gegner. Dass keine Jungen anwesend waren, erscheint mir angesichts des hohen Eintrittspreises verständlich. Zudem wurde wohl, ausser unter Gleichgesinnten, kaum auf das Symposium hingewiesen bzw. dafür Werbung gemacht.

Für die beabsichtigte Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik war dieses Symposium sicher ein guter Anfang. Ob es tatsächlich etwas zu bewegen vermag, wage ich aber in anbetracht der Umstände zu bezweifeln.

Randnotiz:
Im Eingangs erwähnten E-Mail Newsletter war als weiteren Punkt erwähnt, dass durch eine rechtliche Beschwerde ein im Internet einsehbarer "Pfarrer-Check" (noch) nicht entfernt werden musste. Die Tatsache, dass sich auf eine Anfrage vom Mai 2023 nur gerade 2 von 5'837 Pfarrer/-innen, Priestern, Lehrpersonen, Kirchenfunktionäre etc. zurückgemeldet hatten, wäre meiner Meinung allerdings Grund genug gewesen, dem durch Anzeige bezweckten Verbot des Pfarrer-Checks entgegenzukommen und die Plattform freiwillig - ohne jegliches Schuldeingeständnis - vom Netz zu nehmen. Was soll denn ein solcher Check bringen, wenn er nach einem Jahr de facto null Informationsgehalt bietet?! So was ist einfach nur lächerlich. Ich an deren Stelle hätte die Plattfom von Vornherein gar nicht freigeschaltet.
Vom Newsletter habe ich mich - mitunter deswegen - nun abgemeldet.

Freitag, April 05, 2024

Vergangene Abstimmung zur 13. AHV-Rente

Vor wenigen Wochen haben die Schweizer die Initiative zur 13. AHV-Rente angenommen. Darüber wollte ich eigentlich schon im Vorfeld etwas schreiben, aber ich war zu sehr mit anderem beschäftigt und habe es deshalb schliesslich sein gelassen.

In den Medien war viel darüber diskutiert worden. Objektiv konnte ich sowohl die Befürworter als auch die Gegner verstehen. Beide Seiten hatten plausible Gründe für Ihre Haltung. Persönlich war ich auf der Seite der Gegner. Einerseits finde ich den Zeitpunkt schlecht gewählt und andererseits bin ich der Meinung, dass es bessere Lösungen gegeben hätte. Denn im Prinzip ist es wie bei Lohn - ob der Jahreslohn durch 12 oder 13 aufgeteilt wird, spielt im Endeffekt keine Rolle, wenn man diesen richtig einteilt. Und ich fand es insbesondere schlect, denjenigen mit der maximalen AHV-Rente am meisten zusätzliches Geld zugute kommen zu lassen und Personen mit der minimalen AHV-Rente nur die Hälfte davon - den genauso ist das Verhältnis bereits bei den übrigen monatlichen Rentenzahlungen.
Randbemerkung: Dieser Tatbestand war mir erst im Rahmen des Abstimmungsdebatte bekannt geworden; ich hätte gemeint, dass der Unterschied noch grösser als 1:2 wäre.

Nun gut, jetzt ist es entschieden, und das Parlament wird nun den Entscheid entsprechend umsetzen müssen. Die Hauptfrage ist nach wie vor: Wie soll das finanziert werden. Dazu will ich mich nicht konkret äussern, ich denke allerdings, dass es unklug wäre, nur an einem Hebel anzusetzen.

Aber nochmals zurück zur Frage nach der Verteilung der AHV-Renten. Aus meiner Sicht sollte jede Rentnerin und jeder Rentner genau gleich viel erhalten unabhängig davon, wie viel er/sie jeweils verdient hat - sofern jedes Jahr der definierte Mindestsatz einbezahlt worden war. Beim Sterben sind auch alle gleich; niemand kann etwas mitnehmen. Dem könnte man doch bei der AHV schon Rechnung tragen. Für eine lohnabhängige Vorsorge gibt es die BVG und bei Bedarf die 3. Säule. Wenn bei der 1. Säule der Betrag für alle gleich hoch wäre, müssten Personen aus Billiglohnsegmenten vermutlich nicht so sehr leiden wie es heute ist - denn die übrigen sind ja auch daran interessiert, eine angemesssene Grundrente zu erhalten, wenngleich das von wegen der ursprünglich beabsichtigten 60 % des letzten Lohnes eine Illusion ist oder nur für sehr wenige zutreffen könnte.

Ich bin nun sehr gespannt, was die Politiker bei der geplanten BVG-Revision vorlegen werden und hoffe, dass das die kommende 13. AHV-Rente nicht für manche Personengruppen (namentlich teilzeitarbeitende Frauen) mit einem Schuss nach hinten enden wird.

Donnerstag, Juni 30, 2022

Corona- Sommerwelle am Kommen

In den letzten paar Wochen fanden sehr viele, teils grössere, gesellschaftliche Anlässe statt. Seien es nun Musikfeste oder Sportveranstaltungen oder auch irgendwelche Vereinsveranstaltungen. Und auch in den kommenden Wochen werden viele solche Veranstaltungen stattfinden. Viele Menschen sind sehr froh darüber, dass das Leben sich wieder normalisiert hat und haben einen regelrechten Nachholbedarf nach zwei Jahren mit grossen Einschränkungen.

... und wieder steigen die Zahlen von Corona-Infizierten - was nicht weiter verwunderlich ist. Da aber im Gegensatz zu den letzten Wellen die Krankheitsverläufe von Betroffenen im Allgemeinen deutlich schwächer ist, wird diesmal nicht gleich wieder alles blockiert mit Schutzmassnahmen. Einige besonders vulnerable Personen sind darüber sicher nicht erfreut, aber auch wenn es an sich wichtig ist, auf die Schwächsten Rücksicht zu nehmen, ist es punkto psychischer Gesundheit sehr positiv, dass nicht alle anderen wieder 'drangsaliert' werden mit Abstandsregelungen, Maskentragpflicht, Zertifikatskontrollen und/oder Kontaktverbot (z.B. in Alters- und Pflegeheimen). Insbesondere in Bezug auf letzteres hat gestern jemand im Radio gesagt: "Wir haben inzwischen gelernt, mit dem Virus zu leben, und nicht den Virus zu bekämpfen." Das ist eine Aussage in der Art, welche die Kritiker der Massnahmen schon lange geäussert bzw. gefordert haben.

Corona wird nicht verschwinden, aber es hat ein Stück weit seine Macht über uns verloren ... endlich! Ich hoffe sehr, dass nicht in wenigen Monaten oder 1-2 Jahren schon wieder eine andere, gefährliche Krankheit unseren Alltag in ähnlichem Ausmass beeinflussen wird. 

Mittwoch, Mai 25, 2022

Patientenverfügung / Organspende

Nach der vor Kurzem durch die Volksabstimmung angenommenen Gesetzesänderung wird sich in der Schweiz die Regelung von Organspenden ändern. Neu wird die erweiterte Widerspruchslösung gelten, was bedeutet, dass das Einverständnis einer Person zur Organspende angenommen wird, wenn sie dieser nicht schriftlich widersprochen hat und den Angehörigen ihren Willen auch nicht mündlich mitgeteilt hat. Diese Regelung ist rechtlich sehr umstritten.

Wegen dieser Änderung habe ich mich nun dazu entschlossen, eine Patientenverfügung zu verfassen. Ich bin zwar nicht grundsätzlich gegen Organspenden, bin aber der Ansicht, dass keine wie auch immer kranke Person einen Anspruch auf ein neues Organ, insbesondere weil damit zwangsläufig das Leben einer anderen Person - ausser bei einer von zwei noch gesunden Nieren - beendet wird, wobei die Körperfunktionen bis kurz vor der Entnahme intakt bleiben müssen. Insofern 'lebt' die Person bis dann noch, auch wenn nur dank intensivmedizinischen Massnahmen und bei erklärtem 'Hirntod'. Es gibt zwar gewisse Richtlinien, in welchem Zustand jemand als 'hirntot' bezeichnet werden darf, ich bin aber sicher, dass da einen gewissen Ermessensspielraum gibt. Und genau diesen Ermessensspielrauch will ich verhindern, indem ich festlege, wann die Organe aus meinem Körper entnommen werden dürfen und wann (noch) nicht.

Montag, März 28, 2022

Zeitumstellung

Wegen der gestrigen Zeitumstellung kam ich zu spät bei einem Termin an. Das ist nicht das erste Mal und es ist immer wieder ärgerlich. Gestern war es zum Glück nicht weiter tragisch, es gab schon Termine, deren zeitliche Einhaltung wichtiger gewesen wären.

Insofern hoffe ich sehr darauf, dass diese alljährliche Umschalterei möglichst bald ein Ende hat. Persönlich spielt mir dabe auch absolut keine Rolle, ob nun die Standardzeit (=Winterzeit) oder eben die Sommerzeit fix bleiben soll. Entscheidend wäre nur, dass es endlich nicht mehr wechselt.

Donnerstag, März 03, 2022

Tragische Situation in der Ukraine

Was derzeit in der Ukraine läuft, stimmt mich nachdenklich. Es ist tragisch, was in dem Land abgeht. Mit den betroffenen Menschen in der Ukraine sowie den von dort Geflüchteten habe ich grosses Mitleid.

Ich kann (und will) mich aber nicht intensiv mit dem Krieg auseinandersetzen. Das Leben spielt sich für mich nun mal in der Schweiz ab. Von meinem Mich-Informieren hat letztlich keine der Personen dort etwas - sofern ich nicht einfach meinen Job sausen liesse und mich als wohltätige Helferin engagierte. Da ich darin aber vermutlich nicht sehr gut wäre, kümmere ich mich doch besser weiterhin um die mir bekannten Tätigkeiten.