Samstag, Juni 08, 2024

Symposium zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik

Vor einigen Tagen hatte ich einen Newsletter in meinem E-Mail Postfach erhalten, den ich zunächst aus zeitlichen gründen nicht weiter beachtete und deshalb ungelesen liess. Als ich ihn später genauer anschaute, zog ein Hinweis über das "ersten Schweizer Symposium zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik" meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich schaute mir die betreffende Webseite http://www.symposium-2024.ch an. Wenn dort drauf nicht Alt Bundesrat Ueli Maurer beim Video-Rückblick prominent als einer der Referenten gezeigt wäre, hätte ich der Seite vermutlich kaum Beachtung geschenkt. So nahm ich mir aber doch die Zeit, um diesen Video-Rückblick anzusehen. Im Anschluss daran suchte ich im Internet nach Informationen zum Symposium und fand im Wesentlichen einige der Presse-Artikel, die auch auf der Webseite selbst verlinkt sind. Denjenigen der NZZ las ich dann umgehend durch. Diejenigen vom Tagesanzeiger und Der Bund führte ich mir erst beim Schreiben dieses Blog-Eintrags zu Gemüte.

Nachdem ich den Artikel der NZZ gelesen hatte, war mein Interesse genügend geweckt, um einige der zu Youtube verlinkten Referate ganz oder zumindest mehrheitlich anzuschauen. Die medizinischen Ausführungen der zwei Professoren Paul Vogt und Konstantin Beck fand ich sehr interessant, obschon ich absolut nicht vom Fach bin und ich nicht alle Details verstanden habe. Das Referat von Ueli Maurer brachte nicht viel Neues, da das meiste davon bereits im NZZ-Artikel erwähnt war. Das Referat des Rechtsanwaltes Philippe Kruse erschien mir eigentlich nicht so kompliziert, wie es im Artikel von Der Bund erwähnt ist. Allerdings war es mir zu lang und mir fielen schliesslich wiederholt die Augen zu, da es schon spät war.

Das Fazit aus meiner persönlichen Sicht pflichtet der Aussage in Der Bund bei:
Die Veranstaltung war sehr einseitig. Personen, welche die Corona- und Impfpolitik stark befürwortet hatten und/oder es aus heutiger Sicht tun, waren am Symposium nicht präsent, nur die Gegner. Dass keine Jungen anwesend waren, erscheint mir angesichts des hohen Eintrittspreises verständlich. Zudem wurde wohl, ausser unter Gleichgesinnten, kaum auf das Symposium hingewiesen bzw. dafür Werbung gemacht.

Für die beabsichtigte Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik war dieses Symposium sicher ein guter Anfang. Ob es tatsächlich etwas zu bewegen vermag, wage ich aber in anbetracht der Umstände zu bezweifeln.

Randnotiz:
Im Eingangs erwähnten E-Mail Newsletter war als weiteren Punkt erwähnt, dass durch eine rechtliche Beschwerde ein im Internet einsehbarer "Pfarrer-Check" (noch) nicht entfernt werden musste. Die Tatsache, dass sich auf eine Anfrage vom Mai 2023 nur gerade 2 von 5'837 Pfarrer/-innen, Priestern, Lehrpersonen, Kirchenfunktionäre etc. zurückgemeldet hatten, wäre meiner Meinung allerdings Grund genug gewesen, dem durch Anzeige bezweckten Verbot des Pfarrer-Checks entgegenzukommen und die Plattform freiwillig - ohne jegliches Schuldeingeständnis - vom Netz zu nehmen. Was soll denn ein solcher Check bringen, wenn er nach einem Jahr de facto null Informationsgehalt bietet?! So was ist einfach nur lächerlich. Ich an deren Stelle hätte die Plattfom von Vornherein gar nicht freigeschaltet.
Vom Newsletter habe ich mich - mitunter deswegen - nun abgemeldet.

Dienstag, April 23, 2024

Wintereinbruch im Frühling

Das Wetter während den letzten Tagen war alles andere als frühlingshaft. Kalte Temperaturen, verbunden mit zeitweise sehr starken Windböen und vereinzelte Schneefall oder Schneeregen bis ins Flachland hätten eher darauf schliessen lassen, dass es Ende Februar oder höchstens Anfangs März wäre, nicht aber schon Mitte bis Ende April. So war ich - an einem Bahnhof oder einer Bushaltestelle stehend - mehrmals enorm erleichtert, als das sehnlichst erwartete Verkehrsmittel endlich eintraf und ich mich in dessen aufgewärmten Innenraum begeben konnte. Eine Frage kam mir ein paar mal in den Sinn: "Was ist denn nun mit dem stets thematisierten Klimawandel bzw. die Erderwärmung?"

Immerhin: Wenn mal die Sonne zwischen den Wolken hindurch scheint, spürt man rasch, dass es doch nicht mehr tiefster Winter ist, sondern eben mitten im Frühling. Auch anhand der Dämmerung ist in unseren Breitengraden gut erkennbar, dass wir näher am längsten Tag als am kürzesten Tag des Jahresverlaufs sind. Im Wissen, dass einige Wochen zuvor die Temperaturen eher zu mild waren und mit der Hoffnung, dass der Sommer nicht schon vorbei sein wird, bevor er richtig anfängt, lassen sich die ausserordentlich trüben und kalten Tage durchstehen.

Um auf das Klima zurück zu kommen, darf die Tatsache nicht vergessen ignoriert werden, dass es in der Vergangenheit immer wieder von der Norm abweichende Wetterphänomene gab. Diese stehen nicht im Widerspruch zum allgemeinen Klimawandel.

Freitag, April 05, 2024

Vergangene Abstimmung zur 13. AHV-Rente

Vor wenigen Wochen haben die Schweizer die Initiative zur 13. AHV-Rente angenommen. Darüber wollte ich eigentlich schon im Vorfeld etwas schreiben, aber ich war zu sehr mit anderem beschäftigt und habe es deshalb schliesslich sein gelassen.

In den Medien war viel darüber diskutiert worden. Objektiv konnte ich sowohl die Befürworter als auch die Gegner verstehen. Beide Seiten hatten plausible Gründe für Ihre Haltung. Persönlich war ich auf der Seite der Gegner. Einerseits finde ich den Zeitpunkt schlecht gewählt und andererseits bin ich der Meinung, dass es bessere Lösungen gegeben hätte. Denn im Prinzip ist es wie bei Lohn - ob der Jahreslohn durch 12 oder 13 aufgeteilt wird, spielt im Endeffekt keine Rolle, wenn man diesen richtig einteilt. Und ich fand es insbesondere schlect, denjenigen mit der maximalen AHV-Rente am meisten zusätzliches Geld zugute kommen zu lassen und Personen mit der minimalen AHV-Rente nur die Hälfte davon - den genauso ist das Verhältnis bereits bei den übrigen monatlichen Rentenzahlungen.
Randbemerkung: Dieser Tatbestand war mir erst im Rahmen des Abstimmungsdebatte bekannt geworden; ich hätte gemeint, dass der Unterschied noch grösser als 1:2 wäre.

Nun gut, jetzt ist es entschieden, und das Parlament wird nun den Entscheid entsprechend umsetzen müssen. Die Hauptfrage ist nach wie vor: Wie soll das finanziert werden. Dazu will ich mich nicht konkret äussern, ich denke allerdings, dass es unklug wäre, nur an einem Hebel anzusetzen.

Aber nochmals zurück zur Frage nach der Verteilung der AHV-Renten. Aus meiner Sicht sollte jede Rentnerin und jeder Rentner genau gleich viel erhalten unabhängig davon, wie viel er/sie jeweils verdient hat - sofern jedes Jahr der definierte Mindestsatz einbezahlt worden war. Beim Sterben sind auch alle gleich; niemand kann etwas mitnehmen. Dem könnte man doch bei der AHV schon Rechnung tragen. Für eine lohnabhängige Vorsorge gibt es die BVG und bei Bedarf die 3. Säule. Wenn bei der 1. Säule der Betrag für alle gleich hoch wäre, müssten Personen aus Billiglohnsegmenten vermutlich nicht so sehr leiden wie es heute ist - denn die übrigen sind ja auch daran interessiert, eine angemesssene Grundrente zu erhalten, wenngleich das von wegen der ursprünglich beabsichtigten 60 % des letzten Lohnes eine Illusion ist oder nur für sehr wenige zutreffen könnte.

Ich bin nun sehr gespannt, was die Politiker bei der geplanten BVG-Revision vorlegen werden und hoffe, dass das die kommende 13. AHV-Rente nicht für manche Personengruppen (namentlich teilzeitarbeitende Frauen) mit einem Schuss nach hinten enden wird.

Samstag, Januar 06, 2024

Studiums-Abbruch und bevorstehender Stellenwechsel

Vor wenigen Tagen habe ich mich nach längerem Zögern dazu entschieden, das begonnene Studium abzubrechen. - Mir ist gerade erst aufgefallen, dass ich darüber in diesem Blog gar nichts geschrieben hatte.
Nebst dem Aspekt, dass die zeitliche Belastung trotz inzwischen reduziertem Arbeitspensum enorm war, kannte ich mit dem geforderten Lerntempo schlicht nicht mithalten. Zudem zeichnete sich ab, dass ich bei den Prüfungen teilweise nicht keine genügende Note erreichen würde. Nicht zuletzt hatte ich in den vergangenen Monaten sehr häufig Kopfschmerzen/Migräne. Dies alles führte dazu, dass meine Motivation auf dem Nullpunkt angelangt war und ich mich während den Festtagen nicht dazu aufraffen konnte, die verbleibenden Arbeiten in Angriff zu nehmen.
In anbetracht meines nicht mehr Jugendlichen Alters kam ich zum Schluss, dass eine Weiterführung für mich keinen Sinn mehr macht. Wenn ich erst 25-30 Jahre alt wäre, hätte ich wohl trotz der Schwierigkeiten weitergemacht und das Studium gestreckt anstatt gleich ganz aufzugeben. Aber diese Option erachtete ich als nicht zweckmässig.

Ende November bekam ich die Zusage für eine neue Stelle, auf die ich mich beworben hatte. Ich bin froh, bald vom jetzigen Arbeitsort weg zu kommen. Der neue Arbeitsort liegt näher von meinem Wohnort und ich kann leichter mit dem ÖV pendeln. Da die Anfahrt eher länger und natürlich weniger flexibel als mit dem Auto sein wird, werde ich aber die Verfügbarkeit und Kosten eines Parkplatzes abklären. In den letzten Jahren habe ich mich sehr ans pendeln mit dem Auto gewöhnt und schätze es, im Winter oder bei Regen/Sturm nicht auf den Bus bzw. den Zug warten zu müssen. Zudem habe ich im Auto stehts (m)einen garantierten Sitzplatz, was im ÖV während den Stosszeiten überhaupt nicht gewährleistet ist.
Ich hoffe, dass ich mich an der neuen Stelle wohlfühlen werde und es nicht kurzum ähnliche Differenzen geben wird, wie sie bei der jetzigen Stelle vorkamen. Das Pensum werde, welches ich wegen dem dann noch aktiven Studiums auf 80% beantragt hatte, werde ich für den Anfang so belassen. Allenfalls werde ich es nach den ersten paar Monaten erhöhen. Für die Einarbeitungszeit bin ich froh, dass ich nicht täglich hinfahren muss und mehr Zeit für private Angelegenheiten besteht.
Was die Aufgaben anbelangt, wird das Stellenprofil etwas anders sein, als meine jetziges. Insbesondere werde ich praktisch nie zu irgendwelchen Kunden fahren müssen. Ob ich mehr oder weniger am Telefon sein muss, kann ich noch nicht abschätzen. Ich hoffe, es wird etwas weniger sein, käme aber damit klar, wenn dies etwa im gleichen Rahmen wäre wie jetzt.

Donnerstag, August 03, 2023

Arbeitgeberwechsel

Die Firma, wo ich arbeite, wurde vor kurzem an einen neuen Besitzer übergeben. Der bisherige Chef arbeitet ab sofort nur noch auf Stundenbasis, wenn es nötig ist. Der neue Geschäftsführer wird nur 1-2 mal pro Woche anwesend sein. Diese Tatsachen verunsichern mich sehr, was die kommende Zukunft anbelangt.

Schon seit Anfang Jahr, wusste ich manchmal nicht, was ich gegenüber Kunden tun oder sagen sollte, wenn der Chef nachmittags abwesend war und ich nicht weiter wusste oder sie explizit ihn verlangten. Offiziell sollte ich so reagieren, als sei er unterwegs oder bei einem Kunden, was mir nicht sonderlich behagte, weil ich es gar nicht mag, anderen etwas vorzumachen. So ähnliche Situationen wird es vermutlich weiterhin geben.

Mit dem neuen Chef konnte ich bisher nur einmal persönlich sprechen. Das war an einem Abend nach Ende meiner offiziellen Arbeitszeit, als ich eigentlich schon hätte weg sein müssen für einen privaten Termin. Ich fühlte mich äusserst unwohl und innerlich gestresst, was eine gänzlich schlechte Voraussetzung dafür war.

Diese Firmenübergabe ist mir völlig unsympathisch. Offen gestanden wäre es mir im Grunde genommen lieber gewesen, wenn der Chef meiner Kollegin und mir gekündigt hätte und im gleichen Zug die Verträge zu den noch verbliebenen Firmenkunden hätte auslaufen lassen. Aber dazu ich hatte ich eben nichts zu sagen; und umgekehrt von mir aus künden ohne einen neuen Arbeitsvertrag zu haben, wollte ich auch nicht wegen den Konsequenzen, die es dadurch bei der folgenden Stellensuche nach sich gezogen hätte.

Ob sich meine persönlichen Ängste bewahrheiten werden, wird sich zeigen. Eines weiss ich aber mit Bestimmtheit: Ich werde mich in Zukunft noch weniger leicht als in der Vergangenheit krank melden und häufiger bei mangelnder Gesundheit zur Arbeit fahren wegen dem Wissen, dass sonst meine Kollegin alles alleine machen muss oder die nicht vor Ort befindlichen personen um Unterstützung bitten muss. 
Diese Selbsaufopferung wird mich aller Voraussicht nach psychisch sehr stark belasten wird, auch und gerade ausserhalb der Arbeitszeit. Wie lange das wohl gut gehen wird???