Donnerstag, September 18, 2025

Finanzieller Engpass und neuer Job

Nachdem ich über ein Jahr auf Stellensuche war und Taggelder von der Arbeitslosenkasse erhielt, sind meine laufenden Bankkonti fast leer. Das fühlt sich echt 'beschissen' an. Man weiss, dass man sich eigentlich überhaupt nichts ausser dem alltäglichen leisten kann, und doch kommt man immer wieder in die Versuchung, gelegentlich etwas zu kaufen, was eigentlich das Budget überschreitet. Dies insbesondere dann, wenn man weiss, dass der Kauf ohnehin in absehbarer Zeit notwendig wird. Ausgaben wie die Verlängerung eines Abos oder die Jahresprämie einer Versicherung können einen auch arg in Schwierigkeiten führen, weil es sich dabei mitunter um nicht ganz kleine Beträge handeln kann. Dasselbe trifft auf medizinische Kosten zu.
Mittlerweile bin/war ich trotz Arbeitslosengeld nicht mehr weit davon entfernt, mich auf dem Sozialamt melden zu müssen.

Anfang Monat habe ich allerdings bei einer neuen Stelle angefangen und so wird die Situation Anfang nächsten Monat ein klein wenig besser aussehen und sich hoffentlich in den kommenden 2-3 Monaten weiter stabilisieren.

In der Vergangenheit war ich schon zweimal ähnlich lange auf Stellensuche und einmal wurde es auch ziemlich knapp, bevor ich eine neue Stelle antreten konnte. Damals hatte ich allerdings noch kein eigenes Auto, das ich finanzieren musste, sondern konnte im Gegensatz mein Abo des Öffentlichen Verkehrs aufgeben und erhielt pro rata temporis noch ein wenig Geld zurück. Mit einem Auto geht das natürlich nicht, ausser man verkauft es - und das wollte ich (noch) nicht machen. Jetzt bin ich froh darum, denn das Pendeln mit dem ÖV wäre recht mühsam, weil ich 4 mal umsteigen und am Morgen bereits um 6:05 an der Bushaltestelle sein müsste, um rechtzeitig am Arbeitsplatz zu sein, wobei es am Montag trotzdem knapp würde, weil dann jeweils eine kurze Teambesprechung vor dem offiziellen Arbeitsbeginn (Blockzeit) stattfindet. Insofern fahre ich doch lieber mit dem Auto hin.

Montag, August 25, 2025

Regenerierung nach Zungen-OP

Die Form meiner Zunge hat sich seit dem Eingriff mittlerweile wieder fast normalisiert. Wenn ich die Zunge zwischen die Lippen geklemmt nach aussen und innen bewege, spüre ich aber immer noch eine leichte Verdickung und auch das Gefühl in der Zunge beim normalen bewegen oder wenn ich sie den Zähnen oder dem Zahnfleisch entlang führe, ist noch nicht wie vor dem Eingriff. Wer weiss, vielleicht wird es nie wieder so sein, wie es vorher war.

Aufgrund einer Aussage des Arztes vor dem Eingriff hätte ich niemals erwartet, dass die Regenerierung derart lange dauern würde. Ich weiss zwar von anderen Eingriffen, dass Narben sehr lange verbleiben können und die Haut sich mitunter gar nicht vollständig erholt. Gemäss dem Arzt sollte das Ganze aber sehr kurz und relativ unproblematisch vorbei gehen. Erst nach und nach musste ich feststellen, dass ihm manche der anscheinend nicht seltenen Komplikationen und Unannehmlichkeiten durchaus bekannt sind. Ich wäre sehr froh und dankbar gewesen, wenn ich von diesen schon vor Eingriff oder zumindest unmittelbar danach erfahren hätte und nicht erst bei späterer Kontaktaufnahme. Wenn ich eine ausführlichere Information über den bevorstehenden Verlauf gehabt hätte, hätte ich mir einigen Unmut und Umtriebe ersparen können.

Aber so sind offenbar manche Ärzte ... wenn man sie nicht mit unzähligen Fragen löchert, erfahrt man nur annähernd das Wichtigste. Alles andere muss man auf sich zukommen lassen und/oder vorzu herausfinden.

Nachtrag:
Inzwischen ist knapp ein weiterer Monat vergangen und ich spüre die operierte Stelle immer noch ständig. Immerhin fühlt sie sich jetzt nicht mehr ganz so schlimm an wie noch vor 5-7 Wochen.

Donnerstag, Juli 03, 2025

Höhepunkt der Hitzewelle

Die derzeitige Hitzewelle hat den Höhepunkt erreicht. Wer hat während den vergangenen Tagen nicht unter den massiven Temparaturen gelitten?! Jeden Tag ist das Thermometer (im Schatten) gegen 40°C und teils darüber angestiegen und nachts kaum unter 25°C gesunken. Spätabends und/oder Frühmorgends gehörte Lüften vielerorts zur täglichen Routine und tagsüber hielt man sich möglichst drinnen oder zumindest im Schatten auf. Zuletzt gab es, wie ich im Radio erfuhr, mitunter sogar Verbote für Aussenarbeiten und manche Schulen wurden wegen der Hitze geschlossen.

Aber nicht nur die Menschen litten während den letzten Tagen, sondern auch den Pflanzen sieht man die Auswirkungen deutlich an. So gilt in vielen Gebieten ein Verbot für das Entzünden von Feuern im Freien. Und auch einige Tierarten sind Leidtragende, weil sie entweder kaum Wasser finden, das benötigte Futter nicht für deren benötigte Energieaufnahme ausreicht oder die üblichen Fressopfer (z.B. Schnecken oder Würmer) schlicht nicht zu finden sind.

So sind sicher viele froh und erleichtert darüber, dass das Wetter nun wieder ändern soll. Auch mir geht es so. Obschon mir der Sommer deutlich lieber ist als der Winter, kam auch ich zeitweise an meine Grenzen und ertrug die Hitze kaum noch.

Ob dieses Jahr nun ein weiteres Indiz für die allgemeine Klimaerwärmung ist, lasse ich hier mal offen. Aber ich muss zugeben, dass ich trotz gewissen Zweifeln durchaus feststellen muss, dass die extremen Hitzetage in den letzten paar Jahren insgesamt zugenommen haben.

Kleine Anmerkung nebenbei: Heute hat die Fussball-Europameisterschaft der Frauen gestartet. Die Spielerinnen sind sicherlich auch dankbar dafür, dass nun etwas kühlere Tage bevorstehen. Meinerseits werde ich voraussichtlich die Spiele genauso wenig verfolgen wie die letztjährige Europameisterschaft der Männer.

Dienstag, Juni 10, 2025

Zungen-OP mit unangenehmen Folgen

Vor 9-10 Monaten habe ich an meiner Zunge ein unschöne und störende, sowie damals schmerzende Verdickung entdeckt. Da mich diese nach kurzer Zeit nicht mehr schmerzte, ging ich davon aus, dass sie wieder weg sein, obschon ich das nie wirklich im Spiegel angeschaut bzw. kontrolliert habe.

Nach der letzten DH sprach mich dann der Zahnarzt darauf an überwies mich schliesslich zur Kontrolle in die zuständige Klinik. Der betreffende Arzt dort sagte, man könne diese Verdickung herausschneiden, was ein Eingriff von nur ca. 15 Minuten sei. Danach werde die Zunge noch einige Zeit geschwollen sein, aber es sollte alles ohne grössere Probleme vorbei gehen. Wegen meiner zögerlichen Einstellung zu jeglichen operativen Eingriffen liess ich mir das anschliessend mehrere Tage durch den Kopf gehen und wollte vor allem vor einer kurze Zeit später geplanten Ferienwoche nichts meh machen lassen; das Risiko, das es doch nicht so reibungslos über die Bühne gehen würde, schien mich einfach zu gross. Rückwirkend gesehen war dies ein guter Entscheid.

Etwa 10 Tage nach dem Ende der bereits erwähnten Ferienwoche rief ich schliesslich in der Klinik an und liess mir einen Termin für den Eingriff geben. Dieser fand am letzten Freitag statt. Dass mit Pfingsten danach gerade noch ein verlängertes Wochenende ist, war mir bei der Terminvereinbarung nicht eingefallen, sonst hätte ich den Termin wohl anders setzen lassen. Wie dem auch sei, der Eingriff selbst war wie prognostiziert keine grosse Sache, wobei das herausschneiden fast sofort erfolte, das Zunähen dann aber im Vergleich eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Nach dem Nachlassen der Wirkung von der Spritze für die örtliche Betäubung waren sogar die Schmerzen nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Allerdings war mir gleich klar, dass ich einige Zeit nicht gut bzw. nur undeutlich werde sprechen können.

Die effektiv schlimmen Folgen zeigten sich erst beim Versuch, etwas zu Essen. Jede noch so kleine Bewegung der Zunge war anstrengend und sehr unangenehm, teilweise sogar schmerzhaft, und dies, obwohl ich nur ein Jogurt ass. Ein Versuch am nächsten Tag mit etwas weichem Brot und später mit wenig Teigwaren verdeutlichten, dass die Einnahme jeglicher festen Nahrung eine regelrechte Tortur ist. Schon nach wenigen Bissen war ich jeweils total erschöpft. So beschränke ich zur Zeit die Lebensmittelzufuhr auf Getränke und dickflüssige Speisen wie Suppe, Brei, Jogurt und Pudding, wobei selbst bei diesen die Mahlzeiten unüblich stark verlängert werden, weil ich darauf achten muss, nur kleine Löffelportionen aufs Mal zu nehmen. Eine zu grosse Menge hat jeweils zur Folge, dass die Zunge grössere Bewegungen tätigen muss, was fast immer einen sofortigen Schmerz auslöst an der Nahtstelle auslöst.

Ein weiterer recht unangenehmer Aspekt ist das Schlafen. Da in liegender Position der Speichel im Mund sich anders ansammelt bzw. eine andere Lage einnimmt als beim Sitzen oder stehen, hat der nur eingeschränkt funktionierend Schluckvorgang mitunter die Konsequenz, dass ich unvermittelt wach werde und husten muss. Diese Tatsache hält mich wiederum davon ab, zur Ruhe zu kommen, wenn ich im Bett liege.

Gestern (Pfingstmontag) nach dem Aufstehen fiel mir ein relativ dicker weisslicher Belag auf der Zunge auf, was mich beunruhigte und mich dann dazu bewogen hat, mich bei einer Notfallpraxis zu melden. Dies mitunter wegen einer allfälligen Nebenwirkung des Schmerzmittels, das mir verschrieben worden war, obschon die Symptome nicht vollständig passten. Die Ärztin in der Notfallpraxis vermutete schliesslich, dass es sich um einen Pilz handle, sie könne dies aber nicht selbst vor Ort untersuchen. Da ich ohnhin bereits für heute einen regulären Kontrolltermin hatte, erstattete sie dem behandelnden Arzt bericht und gab mir nur eine Mundspülung mit.

Beim heutigen Termin schaute der Arzt nur kurz in meinen Mund und sagte, es sehe alles in Ordnung aus. Als ich ihn meinerseits auf den weissen Belag ansprach, sagte er nur, das sei nichts Aussergewöhnliches und hänge mit der Anschwellung der Zunge zusammen. Man müsse einfach abwarten. Der Belag werde wieder hinausgespült, wenn ich wieder 'normal' trinken und essen werde. Ich muss ehrlich sein: Ganz so banalisierend hatte ich mir seine Reaktion nicht vorgestellt. Und nur hinausspülen lässt sich der Belag von meiner bisherigen Erfahrung her sicher nicht. Aber er ist der Arzt, ich nur die Patientin; was kann ich schon wissen. Den einzigen Tipp, den er mir dann noch gab, war,  dass ich versuchen könne, Eiscreme zu essen. Diese könne allenfalls eine beruhigende Wirkung haben. Seinen Tipp habe ich inzwischen bereits befolgt, von einer Beruhigung durch die Eiscreme könnte ich allerdings nicht Zeugnis geben - da bleibe ich lieber bei Jogurt, welches nicht ganz so kalt ist.

Im Sinne eines Selbstversuchs kam ich während der Rückfahrt von der Klinik auf die Idee, ich könne es noch mit Coca Cola versuchen; schliesslich wird diesem eine reinigende Wirkung zugeschrieben. Ob die Idee wirkich so gut war, weiss ich nicht. Jedenfalls könnte ich nicht behaupten, dass sich meine Hoffnung, die Kohlensäure könne vielleicht mithelfen, den Belag aufzulösen, bereits erfüllt hätte. Weil Coca Cola sehr viel Zucker enthält, ist es allemal nicht gut für die Zähne und noch weniger für die allgemeine Gesundheit. Im Sinne des therapeutischen Versuchs werde ich aber auch morgen noch etwas Coca Cola trinken; so schlimm wird das dann auch wieder nicht sein.

Montag, April 21, 2025

Frustrierende Stellensuche trotz Arbeitskräftemangel in Firmen

Seit ca. einem Jahr bin ich auf der Suche nach einem neuen Job. Ich hatte zwar ein paar wenige Bewerbungsgespräche, aber leider hat sich daraus jeweils nichts ergeben. Bezüglich dem letzten Gespräch (erste Runde) warte ich noch auf eine Rückmeldung.

Ganz offensichtlich zähle ich nicht (mehr) zu den Wunschkandidaten. Ein nicht unwesentlicher Grund spielt wohl mein Alter, gehöre ich doch mittlerweile eindeutig nicht mehr zu den Jungen. Und die Berufserfahrung zählt in der heutigen Zeit leider oftmals weniger als Agilität, Flexibilität, Schnelligkeit und Lernfühigkeit. Das sind alles Faktoren die man bei Personen in fortgeschrittenem Alter weniger erwarten kann als bei Studien- oder Lehrabsolventen.

Mittlerweile geht mir das Ganze ziemlich auf die Nerven. Ich sehe ja ein, dass ich mich weiterhin um eine neue Stelle bemühen muss, aber nach mehreren Dutzenden von Absagen ist meine Motivation nicht mehr besonders gross. Am liebsten würde ich mich frühpensionieren lassen; aber dafür bin ich wiederum doch noch deutlich zu jung. Das würde finanziell nicht funktionieren.

Viele Firmen suchen verzweifelt nach 'fähigem' Personal, wenn es dann aber darum geht, jemanden anzustellen, sind sie dann doch sehr wählerisch und kompromisslos. Irgendwie passt das aus meiner Sicht nicht zusammen. Menschen sind nun mal keine Maschinen und nicht fehlerlos. Man kann nicht erwarten, dass immer alles perfekt läuft und jemand zu 100% passt. Aber genau dies wird scheinbar von so manchem HR-Veranwortlichen und/oder Abteilungsleiter gewünscht resp. erwartet. So stellen sie lieber niemand neues an als eine Person, betreffend derer sie sich unsicher sind. Einfach mal jemandem eine Chance geben? Nein, das kommt nicht in Frage. Die Folgen der überhöhten Erwartungen tragen die Arbeitslosenkassen, die IV oder schliesslich die Sozialhilfe und damit letztendlich die Allgemeinheit bzw. die Steuerzahler.

Ein Stück weit kann ich die Firmen durchaus verstehn - ihr Geschäft muss ja rentieren, wenn Verluste resultieren ist das schlecht. Gesamtgesellschaftlich wäre es aber sicher besser, wenn auch die Benachteiligten/Schwachen eine faire Chance für eine Anstellung erhalten würden und diese nicht einfach aufs Abstellgleis geschoben würden. Ich wünschte mir sehr, dass seitens der Politik die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen würden, so dass Firmen, welche nachweislich nicht die jeweiligen Top-Kandidaten einstellen, eine Gegenleistung und damit einen echten Mehrwert erhalten würden. Nur so könnte die Anzahl der Lanzeitarbeitslosen und IV-Bezüger vielleicht permanent gesenkt werden. Das könnte wiederum einen positiven Effekt auf die landesweiten Gesundheitskosten haben und dafür sorgen, dass die Krankenkassenprämien nicht jedes Jahr steigen müssten. Aber ich befürchte, dass diese Hoffnung eine Vision bleibt und nicht von vielen Menschen unterstützt würde, wenn eine entsprechende Abstimmung vors Volk käme.