Montag, Februar 20, 2023

Zeit

Im letzten Eintrag habe ich von 'keine Zeit' geschrieben. Zeit ist eigentlich ein sehr weiter Begriff mit zwei Hauptbedeutungen. Man könnte diese zwei sicher noch weiter unterteilen. Vielleicht gibt es sogar noch eine weitere Hauptbedeutung, an die ich gerade nicht denke.

Einerseits ist Zeit gleichbedeutend mit Dauer, also eine bestimmte Anzahl Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre. 'Keine Zeit' zu haben ist in dem Sinn eigentlich falsch. Jeder Mensch hat genau gleich viel Zeit, wenn auch nicht bezogen auf die Lebenszeit. Eine Stunde dauert aber für jede Person gleich lange. 'Keine Zeit' bedeutet somit vielmer 'keine freie Zeit' für dieses oder jenes zu haben, weil man mit anderem beschäftigt ist oder einem etwas anderes wichtiger ist. Momentan bin ich mit dem Schreiben dieses Artikels beschäftigt. Insofern habe ich 'keine Zeit' zum Schlafen, obschon es definitiv 'an der Zeit' wäre, ins Bett zu gehen.

Andererseits kann man mit Zeit auch eine Aera oder 'damals' meinen. Damit kann je nach Kontext z.B. die Steinzeit oder das Mittelalter gemeint sein. Oder auch die 50er oder 60er Jahre (des 20. Jahrhunders). Seltener wird Zeit in diesem Sinn auch für 'irgendwann später' bzw. in der Zukunft verwendet. Der Ausdruck 'in jener Zeit' kann sich insofern auf etwas Vergangenes oder auch auf etwas Zukünftiges beziehen, wenngleich ersteres öfters vorkommt.

Die Tücken des Webpublishing

Diesem Blog habe ich Anfang dieses Jahres eine benutzerdefinierte (Sub-)Domain zugewiesen. Zunächst hatte das nicht wie erwartet funktioniert. Schliesslich brachte ich es aber fertig, dass die Seite von blogspot.com wie gewünscht weitergeleitet wird. Nun wird aber jeweils eine Warnung angezeigt, weil die Domain nicht mit dem SSL-Zertifikat übereinstimmt. Da ich nach wie vor unsicher bin, ob ich diesen Blog über längere Zeit hinweg weiterführen werde, möchte ich allerdings nicht unbedingt ein passendes Zertifikat kaufen, mit dem die Ursache behoben werden könnte. So wird eben die Warnung bis auf Weiteres bestehen bleiben.

Als Alternative zur Weiterleitung habe ich mir auch schon überlegt, (nur) die Inhalte des Blogs auf eine Webseite von meinem Hosting-Anbieter zu verschieben. Aber leider habe ich keine Ahnung, wie ich das machen könnte/müsste und hatte ausserdem weder die Zeit noch den nötigen Entusiasmuss, um mich intensiver damit auseinander zu setzen. 

Es gibt ausserdem drei weitere Gründe, warum ich das mit einer eigenen Webseite für den Blog noch nicht umgesetz habe.
1. Ich wäre dann selbst für die Wartung zuständig und müsste dafür sorgen, dass stehts die neusten Sicherheitsupdates installiert sind (auch für Plugins) und müsste selbst allfällige Fehler beheben, wenn irgendwas nicht mehr so tut, wie es eigentlich müsste. Demgegenüber ist es einfacher, wenn die Profis um die Updates sowie die Grundfunktionalität kümmern.
2. Solange ich den Blog bei blogspot.com habe, kann ich jederzeit wieder "den Stecker ziehen", wenn ich die benutzerdefinierte Domain nicht mehr bezahlen will. Einige Zeit nach einer Datenmigration wäre das hingegen nicht mehr so simpel.
3. Vereinzelt verwende ich eine Smartphone-App, um einen neuen Eintrag zu posten oder zu bearbeiten. Ich bezweifle, dass das ohne Zusatzaufwand funktionieren würde, wenn ich den Blog auf einer eigenen Webseite führen würde. Natürlich liesse sich dies vorgängig testen, aber auch das bäuchte wiederum Zeit.

Freitag, Dezember 30, 2022

Jahresend-Stress

Wie immer war/ist Ende Jahr einiges los. Man dekoriert Zuhause die Wohnräume, organisiert Geschenke für die Liebsten, trifft sich zu Weihnachtsfeiern mit Verwandten, Bekannten sowie allenfalls mit Arbeitskollegen und/oder Kunden. Und schliesslich muss man auch noch die letzten administrativen Belange (z.B. Zahlungen, ggf. Versicherungswechsel etc.) vor dem Jahreswechsel erledigen.

Dass während dieser Zeit (in unseren Breitengraden) die Tage am kürzesten sind, macht das Ganze gefühlt noch schlimmer, und kann einem gewaltig auf die Stimmung schlagen. Dieses Jahr galt wegen der Strommangellage zudem die Devise, auf Weihnachtsbeleuchtung und sonstiges Bling-Bling möglichst zu verzichten, was Städte/Gemeinden, Firmen und Privatpersonen mehr oder weniger ausgeprägt beherzigt haben. Während einige Leute sicher froh darüber waren, haben es andere bedauert. Ich stehe diesbezüglich ein wenig dazwischen. Zwar freute es mich, dass es nicht so viele blinkende Lichter, tanzende/singende 'Weihnachtsmänner' und ähnlich nervöse Dekorationen gab - insbesondere in den Einkaufszentren. Aber ich fand es schade, dass auf die sonst in dieser Zeit an den Strassenlampen montierten Sterne grösstenteils verzichtete. Auch andere (konstante) Lichter, welche die dunkle Zeit ein wenig erhellen, habe ich an manchen Stellen vermisst.

Die Weihnachtszeit war für mich dieses Jahr - der Umstände halber - besonders hektisch und ich fühlte mich ausserordentlich gestresst. Die eigentlich gewünschte ruhige Zeit blieb komplett aussen vor. Es wäre wohl besser gewesen, wenn ich die meiste Zeit allein Zuhause in meinen eigenen vier Wänden geblieben wäre. Aber ich wollte die Leute in meinem Umfeld nicht enttäuschen und fügte mich dem 'Jubel und Trubel'. Ich hoffe, ich kann mich nach dem Jahreswechsel etwas erholen.

Dienstag, November 22, 2022

Gummibaum-Pflege

Im Frühsommer dieses Jahres kaufte ich mir einen Gummibaum im Gartencenter, weil mir die schönen, grossen Blätter besonders gut gefallen. Es ist die einzige Zimmerpflanze, die ich in der Wohnung habe.

Nach recht kurzer Zeit bildete sich - zu meinem Erstaunen - bereits ein neuer Zweig am unteren Ende des Stammes. Kurz darauf wurde ein sehr nahe angewachsenes Blatt allmählich gelb und viel schliesslich ab. Darüber machte ich mir nicht viele Gedanken. Etwa gleichzeitig bildeten sich am oberen Ende des Hauptstammes zwei neue Blätter. Etwas irritiert war ich, weil sich beide Blätter nicht schön entfalteten sondern gebogen bzw. gekrümmt blieben.

Vor etwa einem Monat stellte ich fest, dass unten am Stamm ein weiteres Blatt gelb wurde. Bedauerlicherweise informierte ich mich zu dem Zeitpunkt nicht, was die warscheinlichsten Ursachen dafür sein können (ausser dem normalen Alterungsprozess) und ging davon aus, dass der Boden zu trocken sei, zumal die Heizperiode begonnen hatte. Als jedoch eines der neuen Blätter oben begann, sich (wieder) stärker einzurollen, begannen bei mir innerlich die Alarmglocken zu leuchten. Zuerst fragte ich meine Mutter um Rat, die jedoch auch nicht recht wusste, woran das liegen kann. Daher entschied ich mich kurzer Hand, in Google nach Ursachen zu suchen und wurde rasch fündig. Auf zwei Informationsseiten sowie in mehreren Foren-Einträgen las ich, die wahrscheinlichste Ursache sei zu häufiges oder zu starkes Giessen, allenfalls verbunden mit Wurzelfäule und/oder Schädlingen, die an Blättern oder Wurzeln den Saft aussaugen.

Als ich den Topf kurz vom Untersetzer anhob, fiel mir sofort ein unangenehm fauliger Geruch auf. Der Hinweis wegen falschem Giessen hatte sich damit also schon mal bestätigt. Schädlinge konnte ich zwar von Blossem Auge keine erkennen. Aufgrund eines Tipps und wegen der stinkenden Erde stellte ich den Gummbaum, natürlich ohne den Untersetzer, in die Badewanne und duschte ihn gründlich ab. Zu beginn kam lief unangenehm richendes, gelbes Wasser aus dem Topf. Nach mehrmaligem Abwarten und erneut Abduschen war das abfliessende Wasser weniger gelblich und so liess ich den Topf noch ein paar Minuten in der Wanne stehen. Etwas später sah ich zwei Regenwürmer an der Erdoberfläche. Obschon diese nicht als Schädlinge des Gummibaums erwähnt waren, beförderte ich sie doch lieber nach draussen auf den Balkon (in einen Topf, in dem sie wohl weniger stören).

Am Wochenende kaufte ich mir im Gartencenter eine anderen Topf und Untersetzer, weil mir klar wurde, dass die bestehende Kombination ungeeignet ist. In den neuen Topf füllte ich zuerst eine Schicht Blähton und darauf einen Teil frische (trockene) Erde vermischt mit einem Teil der Erde aus dem bisherigen Topf. Nun hoffe ich sehr, dass sich der Gummibaum wieder erholen wird. Anhand der Blätter zeigt sich bisher kein Unterschied. Da aber erst ca. zwei Tage vergangen sind, muss ich wohl noch etwas abwarten, bis ich eine Veränderung wahrnehmen kann.

Mittwoch, November 02, 2022

Brillen und zunehmende Sehschwäche

Schon als kleines Kind im Kindergarten hatte ich eine Brille. Damals fand ich sie aber unnötig und lästig - weil ich ohne sie genausogut sah - und legte sie deshalb immer wieder irgendwo hin. Einmal legte ich sie draussen auf den Boden, wo mein Vater sie später kaputt wiederfand, weil ich sie dort vergessen hatte. Er war sehr in dem Moment recht böse auf mich, weil sie doch ziemlich teuer war.

Als ich in der vierten Klasse war, kam es erneut dazu, dass ich wieder eine Brille haben sollte. Ich entschied mich für eine zweifarbige Fassung. Beim einen Auge war sie rot, beim anderen Auge grün - ich weiss aber nicht mehr, welche Farbe bei welchem Auge war. Wie auch immer, in gewisser Hinsicht freude ich mich auf die fertige Brille.

Leider waren die produzierten Gläser so, das sich bei dem von mir gesehenen Bild (an den Brillenrändern) Wellenlinien bildeten, wenn ich den Kopf von links nach rechts bzw. umgekehrt schwenkte. Die Gegenstände bewegten sich quasi nach unten bzw. nach oben, und dies mehrfach. Das äusserte ich auch gleich zu beginn so. Der Optiker sagte aber, es sei wegen der Korrektur normal, dass das Bild innerhalb der Brille nicht mit dem Bild ausserhalb der Brille übereinstimme. Sowohl er als auch meine Eltern sagten, meine Augen müssten sich halt erst daran gewöhnen. Das mit der Abweichung konnte ich nachvollziehen und ich hätte es auch akzeptieren können, wenn es nur EINEN Sprung pro Brillenrand gegeben hätte. Die wellenförmige Verschiebung innerhalb der Brille war meiner Meinung aber nicht normal.

Trotzdem bemühte ich mich diesmal, die Brille regelmässig aufzusetzen. Aber es kam, wie es kommen musste: meine Augen - oder wohl eher mein Gehirn - konnte sich nicht daran gewöhnen. Es war mir über längere Zeit hinweg jeweils schlicht zu anstrengend, auf diese Weise sehen zu müssen. So zog ich es schliesslich doch wieder vor, die Brille nicht zu nutzen. Mein Vater war zwar irgendwie sauer, sagte aber diesmal nicht viel. Ich blieb dann wieder mehrere Jahre ohne Brille.

Während meiner Berufslehre begann ich, Fahrstunden zu nehmen. Dabei stellte ich fest, dass ich manche Verkehrstafeln auf die Weite nicht gut erkennen konnte. So entschied ich mich von mir aus dazu, einen Augentest machen zu lassen und wieder eine Brille zu kaufen. Der Augenarzt gab mir damals in Bezug auf die weitere Zukunft keine gute Prognose. Ich weiss nicht mehr genau, was er sagte, aber jedenfalls erwähnte er die Möglichkeit einer vollständigen Erblindung. Als ich später meine fertige Brille erhielt, bestätigte sich rückwirkend mein Eindruck aus der vierten Klasse: Wellenlinien müssen sich nicht ergeben, wenn die Brillengläser richtig gefertigt sind. Und da ich mit dieser Brille tatsächlich besser sah, nutzte ich sie regelmässig.

Bis vor etwa 2 Jahren hatte ich in Folge praktisch immer eine Brille auf der Nase, wenn ich nicht gerade am schlafen, am duschen oder im Schwimmbad war. Vor etwa 6 Jahren kaufte ich mir zwar eine Brille, die mir im Bereich der Ohren nach jeweils 3-4 Stunden Schmerzen verursachte. Weil ich aber gleichzeitig eine zweite Brille gekauft hatte und bei dieser die Schmerzen geringer waren, nutzte ich in Folge mehrheitlich jene und die andere nur selten. Irgendwann bekam ich dann aber mehr Schwierigkeiten beim Lesen von längeren Texten. Die Buchstaben sah ich teilweise verschwommen oder undeutlich. Irgendwann merkte ich, dass die Probleme ohne Brille kleiner sind und begann damit, die Brille beim Lesen zur Seite zu legen.

Im Verlauf dieses Jahres merkte ich, dass ich auch in die Ferne mit der Brille nicht mehr gleich gut sehe wie früher. Zunächst dachte ich, dass sich meine Sehstärke verändert hat und deshalb eine neue Brille nötig ist. Es stellte sich aber heraus, dass dem nicht so ist. Tests in der Augenklinik ergaben eine nur geringfügige Änderung der Sehstärke. Auch sonst wurde nichts gefunden, was die von mir subjektiv empfundene Verschlechterung begründen würde. Seit etwa 3-4 Monaten habe ich zwar eine neue Brille, sehe mit dieser aber nicht besser als mit der vorherigen.

Meine Befürchtung ist nun recht gross, dass sich die Aussage des Augenarztes bei der damaligen Untersuchung zumindest teilweise bewahrheiten könnte und ich in wenigen Monaten oder Jahren nur noch sehr schlecht sehe.